Mansfeld-Südharz: Hat Landrat rettende Idee für Klub?

18.07.2012 19:57 Uhr | Aktualisiert 18.07.2012 21:18 Uhr
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Jugendklub

Der Jugendklub in Dederstedt ist zur Zeit geschlossen. (SYMBOLFOTO: TH. KLITZSCH)

Von Daniela Kainz
Landrat Dirk Schatz setzt sich für die Wiedereröffnung des Dederstedter Kinder- und Jugendklubs ein. Die Einrichtung ist seit Monaten geschlossen, weil der Vertrag mit der bisherigen Betreuerin ausgelaufen ist.
Dederstedt/MZ. 

Landrat Dirk Schatz (CDU) setzt sich für die Wiedereröffnung des Dederstedter Kinder- und Jugendklubs ein. Die Einrichtung ist seit Monaten geschlossen, weil der Vertrag mit der bisherigen Betreuerin ausgelaufen ist. Ihre Stelle war über eine Fördermaßnahme finanziert worden. Trotz Bemühungen der Verwaltung der Seegebietsgemeinde konnte noch keine Alternative für die ausgelaufene Betreuerstelle gefunden werden.

Aus Sicht des Landrates sollte die Seegebietsgemeinde über zwei Wege versuchen, die Betreuung für die jüngsten Besucher des Klubs abzusichern. In einem Gespräch mit Einwohnern vor Ort regte er zum einen die Beantragung einer Streetworker-Stelle für die gesamte Seegebietsgemeinde beim Landkreis an. Zum anderen brachte Schatz den Bundesfreiwilligendienst ins Spiel. Eventuell lasse sich auch über dieses Programm ein geeigneter Betreuer für den Kinder- und Jugendklub einsetzen.

"Ich finde diese Anregungen nicht schlecht", sagt Seegebietsbürgermeister Jürgen Ludwig und will die Ideen prüfen. Wieder hoffnungsvoller schaut auch Ortsbürgermeisterin Sandra Sowoidnich nach den Vorschlägen des Landrates in die Zukunft.

Der Einsatz eines Streetworkers hängt Bürgermeister Ludwig zufolge von den Rahmenbedingungen ab. Immerhin müsse die Gemeinde einen Eigenanteil für die Finanzierung dieser Stelle aufbringen. Diese Einzelheiten müssten mit dem Landkreis im Detail besprochen und auf ihre Machbarkeit untersucht werden.

In Sachen Bundesfreiwilligendienst ist die Seegebietsgemeinde nach den Worten des Bürgermeisters bereits aktiv geworden. Ludwig: "Wir haben Stellen unter anderem für die Pflege unserer Sportplätze und Betreuung von Heimatstuben beantragt." Er hofft, dass sich in diesem Zusammenhang auch eine Lösung für den Klub in Dederstedt ergibt.

Parallell dazu fordert er Dederstedts Ortsbürgermeisterin Sowoidnich auf, im Ort nach einem ehrenamtlichen Betreuer zu suchen. "Vielleicht kann auch eine Oma oder Mutter die Aufsicht über die jüngsten Klubbesucher übernehmen", meint er.