Das Foto soll belegen, dass die Reusen bis zum Schilfgürtel liegen. (FOTO: PRIVAT)
Kulawik habe nicht - wie er immer wieder behauptet -, seine Reusen wenigstens 65 Meter vom geschützten Schilfgürtel an der Südseite des Sees ausgelegt, so Frank Gabriel, der Geschäftsführer des Kreisanglervereins. Aus diesem Grund hat sich der Verein an die untere Naturschutzbehörde beim Landkreis gewandt, damit gegen den Fischer ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet wird. Wie eine Sprecherin des Landkreises am Montag bestätigte, liegt die Anzeige vor. Nach ihren Worten muss sich der Fischer bis Ende der Woche schriftlich zu den Vorwürfen äußern. Dann werde entschieden, wie weiter verfahren wird, sagte sie. Bereits vor einigen Tagen hatte ein Angler aus Wansleben die Polizei alarmiert, weil der Fischer seine Netze in den verbotenen Gewässern an den Salzwiesen bei Aseleben ausgeworfen haben soll.
Nach Ansicht der Angler gehen der Berufsfischer und seine Männer bis an den Schilfgürtel heran, um so die zum Laichen ziehenden Fische wie beispielsweise Zander ohne Probleme einfangen zu können. Durch diese Praktiken habe er auch geschützte Vögel wie die Rohrdommel oder den Fischadler, die im Schilf brüten, vertrieben. Das bestreitet Kulawik vehement. Er sei selbst daran interessieret, dass die Natur rund um den Süßen See erhalten bleibt sagt er.