Hertbert Teutsch, Geschäftsführer: «Auf die Kreisbahn hat das keinerlei Auswirkungen.» (FOTO: LUKASCHEK)
Eine Gefahr für das Unternehmen sei der Zwangsstopp allerdings nicht, sagte Geschäftsführer Herbert Teutsch am Montag der MZ. "Selbst wenn dieses Geschäftsfeld wegfallen sollte, so hat das keinerlei Auswirkungen für das Unternehmen", so der 70-jährige Eisenbahnbetriebsleiter. Er verwies auf andere Geschäftsfelder vor allem im Güterverkehr. So ist die Kreisbahn unter anderem Betreiber der Anschlussbahn in Helbra und Hettstedt. Erst am Montag hat Teutsch nach eigenen Angaben wieder zwei Züge für die Mansfeld Messing und Kupfer GmbH (MKM) transportiert, die ein Großteil ihrer Belieferungen über die Schiene abwickelt. Das werde auch so bleiben, hieß es.
Zudem kümmert sich die Kreisbahn, die vor 15 Jahren gegründet wurde, im Auftrag der DB Cargo um die Güterverkehrsstelle am Bahnhof Hettstedt. Sie kann auch für andere Zugleistungen in der Region gebucht werden. Wann und ob Teutsch seine drei Triebwagen für die "Wipperliese" wieder auf die Strecke im Wippertal schicken kann, ist offen. Die modernisierten Triebwagen, die zwischen 1959 und 1961 in der Esslinger Maschinenfabrik gebaut wurden, sind nicht mit der PZB-Technik ausgerüstet, die automatisch verhindert, dass Lokführer ein Haltesignal überfahren. Ob er die Wagen - wie vom Eisenbahnbundesamt gefordert - nachrüsten wird, dazu wollte sich Teutsch auch am Montag nicht äußern. Er verwies an die Burgenlandbahn, in deren Auftrag die Kreisbahn die 20 Kilometer lange Strecke im Wippertal bedient.
Dort ist man nach eigenem Bekunden fieberhaft auf der Suche nach einer Lösung. Die Burgenlandbahn hat einen Vertrag für die Strecke bis Ende nächsten Jahres.