Auf diesen Penny-Markt hatten es die Täter abgesehen. (FOTO: JÜRGEN LUKASCHEK)
Nach dem versuchten Überfall auf einen Supermarkt in Sandersleben fahndet die Polizei nun fieberhaft nach den drei Tätern. Noch tappen die Beamten nach eigenen Angaben im Dunkeln, wer für die Tat am Montagabend verantwortlich ist. Als der Notruf gegen 19 Uhr bei der Polizei einging, waren die jungen Männer bereits über alle Berge.
Zurück ließen sie eine verletzte Kassiererin, die sich geweigert hatte, ihre Kasse zu öffnen und ihnen das Geld auszuhändigen. Daraufhin schlug einer der Täter sie mehrmals mit der Faust ins Gesicht. Ein Zeuge, der eingreifen wollte, wurde durch den zweiten Räuber mit einem pistolenähnlichen Gegenstand bedroht, bevor beide Täter mit einem dritten Mann, der vor dem Supermarkt wartete, zu Fuß flüchteten.
Wie es der verletzten Kassiererin mittlerweile geht, dazu konnte die Polizei keine Aussage treffen. Die Verletzungen seien aber nicht so schwerwiegend gewesen, dass sie in einem Krankenhaus hätte behandelt werden müssen, sagte Polizeisprecher Heiko Prull. Unklar ist auch, ob sie schon ihre Arbeit in dem Supermarkt an der Bernburger Straße wieder aufgenommen hat. Bisher sei dieser von ähnlichen Raubüberfällen verschont geblieben.
Derweil kursieren erste Gerüchte in Sandersleben, dass es sich bei den Räubern von Montagabend um drei junge Männer aus dem Kinder- und Jugendheim in Sandersleben handeln könnte. "Dafür gibt es aber überhaupt keine Anhaltspunkte", sagt Polizeisprecher Prull.
Fakt ist unterdessen, dass es sich um drei recht junge Täter handelt. Der erste ist circa 16 bis 18 Jahre alt, 1,75 bis 1,80 Meter groß, ist schlank und hat kurze Haare. Der zweite Täter ist etwa gleich alt, 1,60 bis 1,65 Meter groß, kräftig und hat dunkle Haare und eine Sonnenbrille. Der dritte Täter, der auf dem Parkplatz auf die beiden wartete, wird auf circa 18 bis 20 Jahre geschätzt, ist groß und kräftig und hat auffällig dunkle Haut.
Wer die Täter auf die Beschreibung hin erkannt hat, wird gebeten sich beim Polizeirevier Eisleben zu melden unter folgender Telefonnummer: 03475 / 67 02 93