Stefan Paschek, Polleber Ortsbürgermeister, ärgert sich vor allem darüber, dass an dem gesperrten Abschnitt nicht gebaut wird. Als im vergangenen Jahr im September nach einem Unwetter die Fahrbahn weggerutscht war, sei die Baustelle eingerichtet worden. Damals sei dort auch gebaut worden, erinnert sich Paschek, aber später seien die Bauarbeiten quasi eingestellt worden.
Paschek habe zwischenzeitlich auch bei der Eisleber Stadtverwaltung nachgefragt, wie es denn nun auf der Landesstraße weitergehe. Aber die Verwaltung habe nur darauf verwiesen, dass es sich um eine Landesstraße handle, und die Stadt damit nicht zuständig sei.
Eine MZ-Nachfrage beim Landesbetrieb Bau in Halle bringt Licht ins Dunkle. Nach den Worten von Petra Witte, Leiterin des Regionalbereichs Süd des Landesbetriebs, steht die Landesstraße derzeit unter Beobachtung. Tatsächlich sei es so, dass nach der Reparatur der abgerutschten Böschung an der Straße, die nach Wittes Worten im Frühjahr abgeschlossen wurde, beobachtet wird, ob die Böschung nun stabil sei. Bisher, so Witte, habe es keine Anzeichen eines weiteren Absinkens der Fahrbahn auf der gesperrten Seite geben.
Dennoch soll die halbseitige Sperrung aufrechterhalten bleiben. Erst im Herbst werde entschieden, wie an dieser Stelle der L 151 weiter verfahren wird. Sollte sich die reparierte Böschung doch noch absenken, müsse erneut saniert werden. Bleibe es dabei, dass sich keine neuen Absenkungen abzeichnen, könnte ab Herbst die Fahrbahn repariert und später die Straße wieder freigegeben werden. Termine wollte Witte nicht nennen, aber sie gab zu verstehen, dass der Landesbetrieb den Abschnitt nicht vergessen habe.
Paschek ist über die Nachricht des Landesbetriebs erfreut. Allerdings: "Das hätte die Stadt aber auch herausfinden können", meint der Ortsbürgermeister.