Mansfeld-Südharz: Trommeln für eine bessere Welt

15.07.2012 22:30 Uhr | Aktualisiert 15.07.2012 22:31 Uhr
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Trommler

Die Trommler zeigten ihr Können. (FOTO: WINTERFELD)

Von helga langelüttich
Am Samstag haben sich Behinderte und Nicht-Behinderte aus Lutherstadt Eisleben, Schönebeck, Thale und Hecklingen im Tierpark Walbeck eingefunden, um den ersten Jahrestag zur Aktion „Hallo, Partner!“zu feiern.
walbeck/MZ. 

Trotz Wind und Regen haben sich am Samstag Behinderte und Nicht-Behinderte aus Lutherstadt Eisleben, Schönebeck, Thale und Hecklingen unterm Dach des Tierparks Walbeck eingefunden, um mit einer kleinen Gala den ersten Jahrestag zur Aktion „Hallo, Partner!“zu feiern.

„Wir wollen die Mauer in den Köpfen niederreißen, die noch immer zwischen Behinderten und nicht Behinderten besteht“, sagte Gabriele Haberland, Regionalleiterin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, zu Beginn der Sommerwerkstatt 2011, die erstmals viele Menschen in diesem Rahmen zusammenführte. Das Ergebnis waren vier Partnerschaften, die ein Jahr lang gelebt wurden und weiter bestehen werden.

In der Lutherstadt trafen sich Schüler der Levana-Schule, der Förderschule und vom Kinderschutzbund im Mehrgenerationenhaus, das allen Interessenten offen steht. Mit einem bunten Programm zeigten sie einen Teil dessen, was sie gemeinsam unternommen haben. So wurden Neuankömmlinge zur Gala von rhythmischen Trommelklängen fröhlich empfangen: Die Lehrerin für Percussion aus Halle, Simone Eichel, hatte wöchentlich mit Schülern aus drei verschiedenen Schulen und vom Kinderschutzbund geprobt.

Dabei entstand eine wohl einmalige Gruppe von Trommlern, die mit Begeisterung bei der Sache ist und selbst die Zuhörer so begeisterte, dass rhythmisch mitgeklatscht und viel Beifall gespendet wurde. Auch ein Chor war in dieser Zeit entstanden und zeigte sein Können mit dem Lieblingslied der Levanaschüler, Peter Maffays „Tief in mir bin ich ein Kind geblieben“.

„Erwachsen sein - was heißt das schon? Einer ist alt - einer ist jung!“ mit diesem Problem setzten sich die Sänger der Eisleber Gruppe musikalisch auseinander. Wie sie sich die Welt künftig wünschen, brachten die jüngsten Teilnehmer zum Ausdruck: „Eine Welt ohne Krieg“, „Jeder soll satt zu essen haben“, „Leben ohne Schmutz“.

„Das Mitmachen hier macht viel Spaß, wir wollen in unserer Freizeit weitermachen“, sagte der 14-jährige Florian Gundermann von der Pestalozzischule, einer der begabten Trommler und Chorsänger.