Mansfeld-Südharz: Zarte Pflänzchen setzen

05.02.2012 17:51 Uhr | Aktualisiert 05.02.2012 18:37 Uhr
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Die Helme

Die Helme, hier bei Hohlstedt. (FOTO: STEFFI ROHLAND)

Von Steffi Rohland
Die Nominierung der Helme zur Flusslandschaft des Jahres 2012/2013 löste nicht nur beim Kreisanglerverein Sangerhausen, als den Initiatoren der Bewerbung, große Freude aus.
Rossla/MZ. 

Die Nominierung der Helme zur Flusslandschaft des Jahres 2012 / 2013 löste nicht nur beim Kreisanglerverein Sangerhausen, als den Initiatoren der Bewerbung, große Freude aus. Das können die Angler jedenfalls nach der Gründung des Netzwerkes der "Helmestrategen" mit Gewissheit sagen. Denn neben den Initiatoren und Unterstützern vom Verein NaturFreunde Deutschlands waren weitere Interessenten zum Regionalworkshop "Natur erleben im Südharz - touristische Initiativen zur Unterstützung der "Flusslandschaft des Jahres 2012 / 2013: Helme" gekommen. Wie Frank Gabriel, ehrenamtlicher Geschäftsführer des Kreisanglervereins Sangerhausen, darlegte, waren die Gründe der Bewerbung, dass die begonnenen Renaturierungsarbeiten an der Helme fortgesetzt werden können.

Der begradigte Fluss soll wieder Mäander bekommen und Heimat für Fischarten werden, die im Moment aus unterschiedlichen Gründen fehlen. "Außerdem", sagte er, "wollen wir die Region bekannter machen, denn das hat sie verdient. Aber diese Aufgabe können die Angler nicht allein lösen. Dazu brauchen wir Unterstützung." Die öffentliche Proklamation der Flusslandschaft des Jahres soll am 29. März 2012 erfolgen. "Nun heißt es, die vorhandenen Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten der Helmeregion den zu erwartenden Besuchern nahe zu bringen", meint Uwe Bernert, Vorsitzender des Angelvereins Kelbra. "Die Titelverleihung ist ein erster Schritt, der nun mit Leben erfüllt werden muss."

Deshalb gab es jetzt im Verwaltungsgebäude des Biosphärenreservates "Karstlandschaft Südharz" einen Regionalworkshop, unter der Federführung des Vereins Ökologischer Tourismus in Europa (Ö.T.E.). Gefördert wurde diese Veranstaltung durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums im Rahmen des Projektes "Tourismus fördert biologische Vielfalt". Die Teilnehmer suchten die Stärken und Schwächen der Region, um anschließend den Handlungsbedarf und die Handlungsmöglichkeiten zu diskutieren. Wie in den Einleitungsvorträgen durch Rolf Spittler, Vorsitzender des Vereins (ÖTE) und Eckart Kuhlwein, Vorstandsmitglied der NaturFreunde Deutschlands, zu hören war, muss man das in der Region vorhandene Potential an Natur- und Kulturlandschaft auf geeignete Weise erlebbar machen.

So machte man sich Gedanken über geeignete Rad- und (Wasser)-Wanderwege. Anlässlich der Titelverleihung soll es eine thematische Ausstellung im Spengler-Museum geben. Überhaupt sollen zukünftig "Angebotspakete" geschnürt werden, die zum Beispiel die Rosenstadt Sangerhausen GmbH bei ihrer vielfältigen Messepräsenz deutschlandweit anbietet. Dabei mahnte Katharina Bolle-Katthöver vom Ingenieurbüro für Wald- und Landschaftsplanung, sich "die Chance auf den Aufbau eines sanften Tourismus" nicht zu verspielen. "Einen zweiten Westharz brauchen wir nicht", sagte sie. In Eckart Kuhlwein aus Ammersbek (Schleswig-Holstein) hat man bereits einen Fan der Helmeregion. Er hat sich während der Bewerbungsphase in der Helmeregion und darüber hinaus umgesehen und war sehr beeindruckt von der geschichtsträchtigen Helmelandschaft, über die er seine Vereinsmitglieder in geeigneter Form informiert.

Alle Teilnehmer sahen die zentrale Lage und die gute überregionale Verkehrsanbindung der Flusslandschaft Helme als besonderen Vorteil. Leider waren nur wenige Beherbergungsanbieter und Gastronomen bei dem Treffen dabei. Auch die an der Helme liegenden Kommunen können und sollen sich in die Arbeiten einbringen. Schließlich will man nichts über die Köpfe hinweg organisieren. Kontaktpersonen und Ansprechpartner der "Helmestrategen" sind Urte Bachmann vom Förderverein "Zukunft im Südharz" und Frank Gabriel vom Kreisanglerverein Sangerhausen.