MZ-Ferienspaß in Köthen: Mäusezirkus und Schnuppertauchen

27.07.2012 20:11 Uhr | Aktualisiert 27.07.2012 22:15 Uhr
Immer wieder beliebt: der Arschbombenwettbewerb der Köthener Marinekameradschaft. (FOTO: UTE NICKLISCH) 
Von Ute hartling-Lieblang
Am bislang heißesten Tag des Jahres kam die Einladung zum MZ-Ferientag in die Köthener Badewelt gerade gerade richtig. Nicht nur Familien aus der näheren Umgebung von Köthen packten am Freitag ihre Badesachen.
Drucken per Mail
Köthen/MZ. 

Am bislang heißesten Tag des Jahres kam die Einladung zum MZ-Ferientag in die Köthener Badewelt gerade gerade richtig. Nicht nur Familien aus der näheren Umgebung von Köthen packten am Freitag ihre Badesachen, auch aus Dessau, Wittenberg, dem Saalekreis, aus Bernburg und Bitterfeld kamen die Besucher, wie man den Kennzeichen auf dem gut gefüllten Parkplatz entnehmen konnte.

Oft waren es Großeltern mit ihren Enkeln, die den MZ-Tag als willkommene Abwechslung im Ferienprogramm nutzten, wie aus zahlreichen Gesprächen vor Ort zu erfahren war.

Zu den ersten Gästen, die schon kurz vor Beginn um 10 Uhr am Eingang zur Badewelt eine Schlange bildeten, gehörte Silvia Kroha aus Köthen, die mit ihrem Sohn aus Ostrau und den vier Enkeln Alexander (3), Lisa (6), Pascal (10) und Jamie-Lee (10) zum Ferientag gekommen war, wo es ihnen bis zum Nachmittag bei den vielen Angeboten auch nicht langweilig wurde. Nicht zum ersten Mal fand der MZ-Ferientag in Verbindung mit dem Neptunfest der Köthener Marinekameradschaft statt und zog insgesamt rund 600 Besucher an.

Diese Vielfalt fanden auch Marlis und Hans-Werner Pauling aus Staßfurt sehr schön, die mit den Enkeln Jonas (9) und Michaela (14) nach Köthen gekommen waren. Während sich die Enkel im Wasser tummelten, lasen die Großeltern in aller Ruhe erstmal die neuesten Nachrichten in der MZ. "Die Zeitung bekommen wir im Urlaub immer von Freunden aus Sangerhausen", verriet das Ehepaar, "denn in Staßfurt erscheint sie leider nicht." Auf diesem Wege hatten die Paulings auch vom Ferientag in der Badewelt erfahren. "Hier in Köthen waren wir noch nicht, aber es gefällt uns in dem Bad ganz prima, da kommen wir bestimmt noch mal wieder", so Frau Pauling. Schon zum vierten Mal war Familie Pauling bei einem MZ-Ferientag, für den sie den Veranstaltern viel Lob zollten. "Wir suchen uns immer etwas Passendes raus, was gut erreichbar ist und für das Alter unserer beiden Enkel passt." Diesmal nahmen sie sich vor, das gesamte Angebot auszuschöpfen. "Unsere Enkel wollen auf alle Fälle noch tauchen und Neptun begrüßen. Und mein Mann hat sich gerade die interessanten Schiffsmodelle bei der Marinekameradschaft angesehen."

Das Schnuppertauchen mit dem Tauchclub "Triton" unter Anleitung der Tauchlehrer Dirk Kröger und Lars Wehe erwies sich als besonderer Magnet beim Ferientag. Auch die beiden Ferienkinder von Dagmar Peschek aus Thurland, Vincent (11) und Felix (10), wollten es unbedingt einmal versuchen. "Sie wünschen sich das schon sehr lange, und hier haben sie dazu Gelegenheit", freute sich die Großmutter der beiden, die das Ereignis natürlich für die daheimgebliebenen Eltern im Foto festhielt.

Für das leibliche Wohl der Gäste mit Pommes und Bockwurst sorgten vom Team der Badewelt Beate Burian am Tresen und Marion Neubert in der Küche. "Wir sind da aber flexibel", so Bereichsleiterin Evelyn Kamin. "Wenn der Andrang größerer wird, helfen auch Kollegen aus der Sauna und aus anderen Bereichen aus."

Ein wachsames Auge auf die vielen Kinder, die sich im Innen- und Außenbecken der Badewelt tummelten, hatte an diesem Tag Bademeister Hans-Wilhelm Weis. "Wir sind gut vorbereitet, sollte etwas passieren", versicherte er.

Allerdings verteilten sich bei dem schönen Wetter die Besucher auch auf das Außengelände, was die Situation in der Halle etwas entspannte.

Hier ging es am Nachmittag vor allem beim Wettbewerb auf der 50 Meter langen Rutsche und beim "Arschbombenwettbewerb" vom Sprungbrett hoch her.

Um die 30 Teilnehmer hatten sich bei beiden Wettkämpfen eingeschrieben. Mit der Stoppuhr hielt Thomas Franke die Zeiten beim Wettrutschen fest, die Mirella Schwertfeger,. Schatzmeisterin der Marinekameradschaft, akribisch notierte und auswertete. Beim Springen vergab eine Jury die Wertungspunkte. Am Mikrofon begleitete Uwe Stößel das Geschehen und gab die entsprechenden Informationen und Kommentare.

Vom Traumwetter an diesem Tag schwärmten viele Besucher, die schon im letzten Jahr dabei waren, wo es Klärchen nicht so gut gemeint hatte. So konnten sich die

Erwachsenen auf dem Außengelände ein schönes Fleckchen zum Sonnen suchen, während sich die Kinder vergnügten. Zum Beispiel bei Rupperts Mäusezirkus, wo Mauseakrobaten wie Pittiplatsch, Sportefix und der Kleine Pieps allerlei Kunststückchen zeigten. Auch das Publikum wurde immer wieder mit einbezogen. So durfte unter anderem der elfjährige Lucas an einem Seiltrick teilnehmen, was er und seine Freunde ganz lustig fanden, zumal Lucas vorher mit Perücke und riesigen Ohren kostümiert wurde. Ein paar Schritte weiter erklärte Jens Stangel von der Marinekameradschaft dem zehnjährigen Andreas, wie man einen Webleinsteg-Knoten fachmännisch knüpft. Etwa 20 Knoten habe er selbst drauf, verriet Stangel, im Knotenhandbuch stehen etwa 240.

Viel Zuspruch fand auch das Schiffsmodellfahren im Außenbecken, wo die Kinder auch selbst mal zum Steuer greifen durften. Besonders bestaunt wurde das Modell eines Küstenwachschiffes von Manfred Rüdiger, das 55 Stundenkilometer drauf hat. Die Neptuntaufe zum Abschluss des erlebnisreichen Tages war für alle, die bis zum Schluss geblieben sind, noch mal ein schöner Höhepunkt.