MZ-Ferienspaß in Prettin: Tim will nicht ins Labyrinth

01.08.2012 09:51 Uhr | Aktualisiert 01.08.2012 11:36 Uhr
MZ-Tag in der Prettiner Lichtenburg mit Caritas zum Thema Märchen (FOTO: CHRISTEL) 
Von Detlef Mayer
Der Froschkönig in seinem leuchtend grünen Kostüm - auch wenn, oder gerade weil es unnatürlich flauschig war - hatte nach Meinung der Kinder den höchsten Knuddel-Faktor.
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Prettin/MZ. 

Aber als Action-Stationen der elfteiligen Märchenrallye punkteten bei den rund 250 Besuchern des MZ-Ferientages im Prettiner Schloss Lichtenburg drei andere Angebote deutlich mehr. Vor allem auf der Beliebtheitsskala der Mädchen und Jungen rangierten unter den Anlaufpunkten, welche die örtliche Caritas-Gruppe vorbereitet hatte, "Rumpelstilzchen", der "Märchenwald" und die "Sterntaler" ganz oben.

Doch es gab auch die berühmten Ausnahmen von der Regel. Zu denen zählte der vierjährige Tim Striegel aus Potsdam. Während sein großer Bruder Niklas mutigen Schrittes den dunklen, verschlungenen "Märchenwald" im Gewölbekeller des Schlosses erkundete, schreckte das gespenstische Ambiente Tim ab. "Nein, nein, nein, ich will nicht", schrie er, als Opa Horst Müller versuchte, ihn an der Hand durch das mit Planen abgehängte Labyrinth zu führen. Diese Station sollte übrigens deutlich machen, wie schwierig es "Hänsel und Gretel" hatten, als sie den Weg aus dem finsteren Wald nach Hause finden mussten.

Auch ein zweiter Anlauf - diesmal hatte Horst Müller seinen kleinen Enkel auf den Arm genommen und trug ihn durch den "Märchenwald", während Oma Uta gut zuredend vorm Eingang wartete - musste abgebrochen werden. "Hänsel und Gretel" wird also nicht das Lieblingsmärchen von Tim. Dabei ging es in dem Prettiner Märchenwald wirklich harmlos zu. Keine Schrecken lauerten dort, lediglich drei leidlich versteckte Stempelstellen, die man anlaufen und zum Beweis einen Stempelabdruck mitbringen musste.

Nicht ein Protest wurde hingegen laut, wenn Rumpelstilzchen ansetzte, seine Gäste ordentlich durchzurumpeln. Das kribbelte ein bisschen am Po und es war nicht ganz einfach, bei den Vibrationen den Teller mit bunten Schokoladenkugeln in der Wage zu halten. Mehr als drei der Kugeln durften jedoch nicht herunterfallen, sonst war die Aufgabe nicht erfüllt. Das technische Geheimnis unter dem Rumpelthron, auf dem die Mädchen und Jungen Platz nehmen durften, wurde - zumindest von den Erwachsenen - schnell durchschaut: Eine alte Trockenschleuder lehrte die Kandidaten das Zittern und Schlenkern.

"Das ist wirklich ganz nett gemacht für die Kinder." Mit diesem Urteil stand Stefanie Trompke aus Hannover nicht allein da. Die einstige Jessenerin mit ihren beiden Kindern Levin (zwei) und Laya (fünf) nahm zum ersten Mal an einem MZ-Ferientag teil.