MZ-Radpartie: Freie Fahrt durch die Region

01.06.2012 17:39 Uhr | Aktualisiert 01.06.2012 17:46 Uhr
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Jörg Helbig

Hobby-Radler Jörg Helbig(FOTO: ANDRÉ KEHRER)

Von Kathleen Bendick
Mit der Startnummer 1 führt Nina Helbig die Teilnehmerliste zur dritten MZ-Radpartie an. Gefolgt von Mutter Cornelia mit der Nummer 2 und Vater Jörg, der die Nummer 3 tragen wird. "Für uns ist die Radpartie der sportliche Höhepunkt im Jahr", verrät Jörg Helbig.
Bitterfeld-Wolfen/MZ. 

Bereits zum dritten Mal nehmen die Bitterfelder teil. Dafür kommt die ganze Familie zusammen. Auch die 28-Jährige Tochter lässt es sich nicht nehmen, dabei zu sein. "Nina hat schon zu Beginn des Jahres gefragt, ob ich uns wieder angemeldet habe", so Vater Helbig. Weil sie so schnell waren und sich schon am 26. März angemeldet haben, tragen sie nun die ersten drei Startnummern. Darüber freut sich vor allem Jörg Helbig. "Ich würde gern mehr Leute motivieren mitzufahren", so der 57-Jährige.

Gemeinsam mit seiner Frau ist er viel unterwegs. Vor allem der Elberadweg bei Dresden hat es den beiden angetan. Schließlich stammt Cornelia Helbig ursprünglich aus Pirna bei Dresden. "Aber auch hier gibt es schöne Strecken", sagt die 53-Jährige. Das Beste an der MZ-Radpartie seien für sie die freien Strecke. "Sonst muss man immer aufpassen. Für die MZ-Tour sind die Straßen frei, der Verkehr wird geregelt." Als Radler könne man sich so ganz auf die Aussicht konzentrieren.

Zudem komme man an verschiedenen Punkten immer mal mit anderen Radlern ins Gespräch. "Das ist ganz erfrischend. Alle sind so eine kleine Gemeinschaft", weiß Cornelia Helbig. Und am Abend gebe es das große Abschlussfest. Und nach der Tour gönne man sich auch ein kühles Bier. "Aber alkoholfrei muss es sein, dann wirkt es wie ein isotonisches Getränk", sagt Cornelia Helbig lachend.

Insgesamt 81 Kilometer werden Helbigs auf der Maxitour absolvieren. "Für uns ist das keine große Herausforderung", so Vater Helbig. Schließlich sei man trainiert. "Unsere Fahrräder sind auch richtige Sportgeräte. Da ist das Radeln leicht." Er bewundere vor allem jene, die auf normalen Rädern in Alltagskleidung die Strecken meisterten. "Davor ziehe ich wirklich den Hut." Aber es gehe nicht um sportliche Höchstleistung. "Es geht um Spaß und Zusammensein", sagt Jörg Helbig. Da sei es auch normal, dass die Gruppe bei Wind enger zusammen rücke und die Schwächeren in die Mitte nehmen. "Und im Regen hilft man sich mit Regenkleidung aus", so Helbig. Viele Jahre hat er als Sportlehrer gearbeitet. "Es liegt mir am Herzen, dass sich die Menschen ein wenig bewegen. Unsere Landschaft ist so schön geworden. Das kann man sich ruhig ansehen", sagt der 57-Jährige.

Wichtig sei vor allem auch der Fahrradhelm. "Heute lacht keiner mehr darüber", ergänzt Cornelia Helbig. Es sei normal geworden und immer mehr Menschen trügen ihn beim Fahrradfahren.