Kathrin Kühne hat sich um die «Stadtpfeifer» verdient gemacht. (FOTO: GEHRMANN)
Hornisse? Belustigt schaut Kathrin Kühne vom Spielmannszug "Aschersleber Stadtpfeifer" wegen der Frage drein, ob sie solche wäre - bläst sie da doch das Horn. Nein, solche sei sie nicht, sondern Hornistin - so ist es richtig. Und weil sie im insgesamt 51 aktive und passive Mitglieder zählenden Zug außerdem auf der Flöte spielt, ist sie zugleich Flötistin.
Dass die gebürtige Ascherslebenerin jetzt die MZ-Rose bekam, hat etwas mit dem 15. Geburtstag der "Stadtpfeifer" zu tun, aber nicht nur. Sondern vor allem mit ihren Verdiensten um die Ausstrahlung dieser Musikformation. Doch deren Jubiläum, anlässlich dessen am Sonntag ab 15 Uhr in der Orangerie des Bestehornparks ein Auftritt der "Stadtpfeifer" erfolgt, bot einen adäquaten Anlass zur Ehrung dieser verdienstvollen Musikantin.
In der namens ihrer Vereinsleitung von "Stadtpfeifer"-Chefin Silke Fritsch formulierten Begründung, wird auf den Werdegang Kathrin Kühnes als Hornistin und Flötistin verwiesen. Der begann 1985 / 86 als Achtjährige im Spielmannszug Baukema Aschersleben. Und als sich im März 1997 die "Stadtpfeifer" etablierten, damit an hiesige Traditionen anknüpfend, war sie von Beginn an dabei. Dass Kathrin Kühne - verheiratete Mutter zweier Kinder - als "Kassenchefin in unserer Spielmannszugsleitung sowie als Übungsleiterin unseres Nachwuchses mit Einsatz wirkt", seien weitere Gründe für die Ehrung, teilte Silke Fritsch mit. Sie und ihr Ensemble wissen ebenso Frau Kühnes Engagement bei der Absicherung von Proben und Einsätzen zu schätzen. Vor allem bei letzteren - circa 25 bis 30 im Jahr - ist nicht nur musikalische, sondern auch organisatorische Perfektion wichtig. Liefe da bei Heimat- und Schützenfesten, beim Fasching, Gildefest oder Lichtereinkauf was aus dem Ruder, ließe es sich vor dem zahlreichen Publikum nicht immer kaschieren.
War nun die Übergabe der bekannten Blume für die als Buchhalterin in der Quedlinburger Großküche "Ostharz" Tätige eine Erstmaligkeit, gab es für sie mit dem dafür von ihren Mitstreitern beim Übungsabend im Stephaneum gezollten Beifall eine weitere. Denn wenn auch stets als ein Grundpfeiler dieser Gemeinschaft mit im Mittelpunkt stehend, war sie derart noch nie zum Mittelpunkt erkoren worden. Und der Applaus hierfür war - wie Egon Olsen gesagt haben würde - "mächtig gewaltig". Seit kurzem ist übrigens auch Kathrin Kühnes achtjährige Tochter Sarah bei den "Stadtpfeifern" dabei - als Flötistin. Horn käme später hinzu; Hornistin dann also.