Nach Brückenabbriss: Keine weiteren Gefahrenstellen an der A14

18.06.2012 16:58 Uhr | Aktualisiert 18.06.2012 17:07 Uhr
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Bagger reißen die Autobahnbrücke ab

Bagger reißen die Autobahnbrücke bei Wallwitz (Saalekreis) ab. (FOTO: DPA)

Nach dem Abriss einer akut einsturzgefährdeten Brücke an der A14 (Magdeburg-Dresden) bei Halle gibt es der Landesstraßenbaubehörde zufolge keine weiteren Gefahrenstellen.
Wallwitz/Halle (Saale)/dpa. 

Der aktuelle Fall sei von einer einmaligen Kombination aus geologischen Verhältnissen und der Bauweise der Brücke bedingt gewesen, sagte der amtierende Präsident der Behörde, Uwe Langkammer, am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Alle weiteren Bauwerke an der Autobahn seien sicher. Demnach gibt es regelmäßig Überprüfungen. Alle fünf Jahre würden die Brücken intensiv kontrolliert.

Unterdessen liefen am Baugrund der abgerissenen Brücke Bohrungen, um die Ursache für die Einsturzgefahr herauszufinden. „Das ist nicht so einfach; aber es deutet sich an: Es gibt nicht die Ursache, sondern wohl ein ganzes Paket“, sagte Langkammer. Er rechnet damit, dass die Ergebnisse der Analysen von Experten einige Zeit in Anspruch nehmen werden. Offen ist zudem noch, ob die Brücke an derselben oder an anderer Stelle neu gebaut werde.

Wegen der Einsturzgefahr war die A14 in der vergangenen Woche in beide Richtungen gesperrt worden. Auf den Umleitungsstrecken kam es an mehreren Tagen zu kilometerlangen Staus. Die Polizei war im Dauereinsatz, um an neuralgischen Punkten den Verkehr per Hand zu regeln.

Wie die Polizeidirektion Süd am Montag mitteilte, blieben wegen der Sperrung allein bis zum Freitagmorgen 124 Schwerlasttransporte auf Rastplätzen stecken. Über Nacht seien diese zu Konvois zusammengefasst und über die Umleitungsstrecken geleitet worden. Der längste dieser Konvois bestand demnach aus 35 Fahrzeugen mit einer Länge von zwei Kilometern. Erst nachdem die Brücke am Samstag vollständig abgetragen war, konnte der Verkehr auf der Autobahn wieder ungehindert rollen.