Q-Cells: Produktion nach Havarie unterbrochen

22.06.2012 20:23 Uhr | Aktualisiert 22.06.2012 20:45 Uhr
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Feuerwehrleute

70 Feuerwehrleute waren im Einsatz. (FOTO: ANDRÉ KEHRER)

Von michael maul
Großeinsatz der Feuerwehr bei Q-Cells: Größere Mengen eines brennbaren Stoffs sind Freitagvormittag gegen 10.15 Uhr bei der Thalheimer Solar-Firma Q-Cells aus einem Leck ausgelaufen.
thalheim/MZ. 

Der Betriebsteil wurde vorsichtshalber evakuiert. Verletzt wurde niemand. Wie Ina von Spies, Pressesprecherin der Firma, bestätigte, sei in einer Entsorgungsleitung ein Leck entdeckt worden. Daraufhin habe man die Zell-Produktion gestoppt und das Areal evakuiert. "Es hat aber zu keiner Zeit eine Gefahr für die Mitarbeiter und die Umwelt bestanden", sagt die Pressesprecherin.

70 Mitglieder der Feuerwehren aus Thalheim, Wolfen, Bitterfeld und Greppin hatten unter schwerem Atemschutz mehrere Stunden zu tun, um das Leck in einem Rohrtunnel zu finden. Nach MZ-Informationen wurde der Betriebsstoff von der Feuerwehr gebunden, so dass er später von einer Fachfirma entsorgt werden kann. Das Leck in dem Leitungssystem hätten Kameraden in Zusammenarbeit mit dem Betrieb abgedichtet.

Weil die Arbeiten sehr zeitaufwändig waren und die Kameraden wegen einer möglichen Explosionsgefahr mit Fingerspitzengefühl vorgehen mussten, stationierte die Leitstelle des Landkreises Anhalt-Bitterfeld noch einen Container für die Einsatzleitung sowie für die Atemschutztechnik.

Um die Feuerwehrleute zu dekontaminieren, habe man vor Ort ein spezielles Zelt aufgebaut. Dort konnten die Schutzanzüge und Technik gereinigt werden. Die Explosionsgefahr sei erst einmal gebannt, sagte ein Feuerwehrmann auf MZ-Anfrage am späten Nachmittag. Nun gehe es noch darum, die ausgelaufene Flüssigkeit zu entfernen. "Derzeit werden alle Rohrleitungssysteme kontrolliert, um weiteren Problemen vorzubeugen", so Unternehmenssprecherin Ina von Spies. Wann genau die Produktion wieder starten kann, dazu machte sie am Freitag keine näheren Angaben.