Röblingen: Halbzeit bei der Dammsanierung

02.08.2012 14:43 Uhr | Aktualisiert 02.08.2012 22:22 Uhr
Drucken per Mail
Von Daniela kainz
Die Autofahrer im Seegebiet haben die Hälfte geschafft. Seit zwei Monaten nehmen sie jetzt schon weiträumige Umleitungsstrecken über Erdeborn und Wansleben in Kauf, wenn sie zum Verwaltungssitz nach Röblingen wollen. Noch bis Oktober müssen sie sich gedulden.
Röblingen/MZ. 

Die Autofahrer im Seegebiet haben die Hälfte geschafft. Seit zwei Monaten nehmen sie jetzt schon weiträumige Umleitungsstrecken über Erdeborn und Wansleben in Kauf, wenn sie zum Verwaltungssitz nach Röblingen wollen. Noch bis Mitte Oktober müssen sie sich gedulden. Dann soll die viel befahrene Seestraße zwischen der B 80 in Aseleben und Röblingen wieder für den Verkehr freigegeben werden. Bis zu diesem Zeitpunkt werden die Sanierungsarbeiten an der abgesackten Fahrbahn am Ortseingang von Röblingen noch dauern.

Die Instandsetzung des Straßendamms, für die der Landesbetrieb Bau in Zusammenarbeit mit der Seegebietsgemeinde verantwortlich zeichnet, ist kein Kinderspiel. "Wir befinden uns auf altem Bergbaugebiet und müssen für dauerhafte Stabilität sorgen", erklärt Bauamtsleiter Martin Blümel von der Seegebietsgemeinde. Aus diesem Grund sei die Trasse bereits auf einer Länge von rund 120 Metern um drei Meter abgesenkt worden. So genannte L-Elemente aus Beton werden dieser Tage im Boden verankert. Sie sollen der Straße in Zukunft den richtigen Halt geben und ein weiteres Abrutschen des Hangs verhindern.

In diesen Tagen werden auch wieder Versorgungsleitungen für Gas und Energie in die Erde gebracht. Danach soll die Straße komplett neu aufgebaut werden.

Bevor überhaupt mit der Sanierung der Straße begonnen werden konnte, waren umfangreiche Vorbereitungen erforderlich. "Die Versorgungsleitungen, die im Straßenbereich lagen, mussten entfernt und provisorisch um das Baufeld herum geführt werden", so Blümel. In der Planungsphase führten Experten vorab Probebohrungen aus, um den Ursachen der Risse, der Senkungen und der abgerutschten Böschung auf den Grund zu gehen. Dabei wurde festgestellt, dass der Untergrund der Straße bei Starkregen und Schneeschmelze nachgibt und rutscht. Aus Sicherheitsgründen wurde bis zum Beginn der Dammsanierung der Verkehr im Gefahrenbereich nur noch einspurig geführt.

Neben der Fahrbahn werden im betroffenen Straßenabschnitt zwischen Frankebad und Ottilie in den kommenden Wochen auch gleich noch der Gehweg und die Straßenbeleuchtung erneuert. Die Kosten für das gesamte Bauprojekt belaufen sich auf rund 270 000 Euro. Die Mittel kommen vom Land. Die Gemeinde trägt einen Eigenanteil von rund 48 000 Euro und kann auf Fördermittel zurückgreifen.

Ein Termin für die Sanierung des regelmäßig überfluteten Teils der Seestraße steht dagegen noch nicht fest. Die Planungsarbeiten laufen.