Riccardo Milzsch ist der Chef der «Fegerlinge» in Landsberg. (FOTO: LUTZ WINKLER)
Seit rund sechs Jahren gibt es dort die "Fegerlinge", die sich um Vereins-Chef Milzsch zum Ziel gesetzt haben, bedürftige Kinder zum Beispiel mit Sportkleidung auszustatten sowie die Kinderfeuerwehr auszurüsten oder Kinderfeste zu organisieren.
Das nötige Geld dazu wird zum Teil über Sponsoren gesammelt. "Wir selber organisieren Feste, ein amerikanisches beispielsweise. Die Erlöse fließen dann in unsere Projekte ein", erklärt Milzsch. Schon Tradition sind in Landsberg Sommerfeste für die jüngsten Einwohner; in diesem Jahr findet das Spektakel am 23. Juni statt. Die Kinder werden dann nicht nur nach allen Regeln der Kunst kostenlos bewirtet, ihnen wird zudem ein unterhaltsames Programm geboten. Ein anderer Höhepunkt ist jedes Jahr das Landsberger Osterfeuer.
"Wir sind eine dufte Truppe", schildert der 40-Jährige Vereinsvorsitzende seine Mitstreiter im Alter zwischen 31 und 45 Jahren. Die gute Gemeinschaft aus Jugendclub-Zeiten habe gehalten, so Milzsch, der im Ort bekannt wie ein bunter Hund ist. Die Freunde könnten sich aufeinander verlassen, wenn es darum gehe, neue Herausforderungen zu meistern. Freilich, manchmal sei Vereinsarbeit nicht nur reine Freude, wie Milzsch erzählt, der als Jugendbetreuer bei der Stadt Landsberg arbeitet. Zum Beispiel dann nicht, wenn es bürokratische Hürden mit dem Finanzamt zu nehmen gilt. Aber sonst mache die ehrenamtliche Tätigkeit viel Spaß, zumal auch die Frauen der "Fegerlinge" sich engagieren. Selbst den Urlaub planen die Vereinsmitglieder nach Veranstaltungsterminen, damit immer genug Helfer vor Ort sind. Bliebe noch die Herkunft des Namens "Fegerlinge" zu klären. "Feger wurde ich früher genannt", so Milzsch, "weil mein Vater Schornsteinfeger war." Da habe es nahe gelegen, aus einem Feger die Fegerlinge zu machen - und die mischen Landsberg ganz schön auf.