Wegen Mordes an einer Kommilitonin steht ein 28-Jähriger nun vor Gericht. (SYMBOLFOTO: DPA)
Der Stalker einer Studentin muss sich von diesem Dienstag an wegen Mordes vor dem Landgericht Leipzig verantworten. Der 28-jährige Berliner soll der 25-Jährigen im vorigen November in einem Leipziger Studentenwohnheim den Schädel eingeschlagen haben. Sein Motiv: Verschmähte Liebe und Zurückweisung. Zuvor hatte er die aus Brandenburg stammende junge Frau nach Erkenntnissen der Ermittler jahrelang verfolgt, bedroht und per SMS terrorisiert.
Die Studentin war am 9. November blutüberströmt im Treppenhaus des Wohnheims entdeckt worden. Ihre Kopfverletzungen waren so schwer, dass sie knapp drei Wochen nach dem Angriff im Krankenhaus starb. Der 28-Jährige wurde in seiner Heimatstadt Berlin gefasst und sitzt seither in Untersuchungshaft. Bei der Polizei hat er bislang geschwiegen.
Für den Prozess sind sieben Verhandlungstage angesetzt worden. Ob sich der ehemalige Chemiestudent vor Gericht äußern wird, ist noch offen. Bei dem brutalen Angriff stand er weder unter Alkohol noch unter Drogen. Nach Angaben eines Gerichtssprechers gibt es bis jetzt keine Hinweise, dass er vermindert schuldfähig sein könnte. Allerdings werde ein Gutachter im Prozess den Geisteszustand des Mannes beurteilen.
Die Mutter der getöteten Studentin beteiligt sich als Nebenklägerin an dem Prozess. Ihre Anwältin Ina Alexandra Tust sagte jedoch, dass sie zum Auftakt nicht ins Leipziger Landgericht kommen werde. Der Frau gehe es nach dem schrecklichen Tod ihrer Tochter schlecht.