Eine Probe wird auf Coli-Bakterien untersucht. (SYMBOLFOTO: DPA)
Die Trinkwasserverunreinigung im Norden des Landkreises Zwickau geht offenbar auf einen Materialschaden zurück. In der Abdeckung eines Wasser-Hochbehälters im Waldenburger Ortsteil Dürrenuhlsdorf sei ein Riss gefunden worden, sagte Hans-Dieter Ilge vom Regionalen Zweckverband Wasserversorgung Lugau-Glauchau (RZV) am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Möglicherweise sei der Riss durch einen Blitzeinschlag entstanden. Nun solle die ohnehin geplante Sanierung des Betonzylinders vorgezogen werden.
Nachdem das Gesundheitsamt des Landkreises Fäkalkeime entdeckt hatte, waren am Montag 22 000 Einwohner in dem vom Wasserwerk Kertzsch versorgten Gebiet aufgefordert worden, Trinkwasser vorsorglich fünf Minuten lang abzukochen, sofern es zum Trinken, Kochen oder zum Zähneputzen verwendet wird. Informiert wurden Schulen und Kindertagesstätten sowie Pflege- und Altenheime, zudem wurden Handzettel verteilt.
Nach den am Dienstag vorliegenden Schnelltest-Ergebnissen wurden Coli-Bakterien indes nur noch im Trinkwasser der Waldenburger Ortsteile Dürrenuhlsdorf, Franken und Schlagwitz festgestellt. Betroffen seien weniger als 1000 Einwohner, hieß es. Im Wasser anderer Ortsteile von Waldenburg und Meerane sowie von Oberwiera, Remse und Schönberg seien die Tests negativ verlaufen. Bis zur Entwarnung wolle das Gesundheitsamt aber noch die Ergebnisse der Standarduntersuchung abwarten. Diese sollen nach Angaben von Ilge am Mittwoch vorliegen.