Der Mehringer Heinz Leineweber hat in seinem Garten riesige Rettiche der Sorte «Ostergruß» geerntet. Damit tritt er als erster Olympionike in der Disziplin «Gemüse» in der MZ-Gartenolympiade an. (FOTO: MARION POCKLITZ)
Denn auch nach jahrelangen Erfahrungen im Anbau genau dieser Sorte, habe er noch nie 30 Zentimeter lange Rettiche davon ernten können. In diesem Jahr ist das anders. "30,02 Zentimeter lang und 310 Gramm schwer", zeigt der Mehringer stolz auf seine Ernte. Insgesamt drei Pakete voller Samen habe er in die Erde getan und könne nun schon seit etwa sieben Wochen davon zehren. "Sonst kommen sie nur ins Freiland. Dieses Mal habe ich auch einige Samen ins Frühbeet gesteckt", erzählt der Hobbygärtner, der sich jedes Jahr rege an der Gartenolympiade, immer wieder mit anderen Ernteerfolgen aus seinem Garten, beteiligt.
Keine Chemie komme an seine Rettiche, sondern nur die Sägespäne, auf denen sich seine Hühner zuvor wohlgefühlt haben. "Das ist natürlicher Dünger, der mit untergegraben wird", sagt er. Außerdem müsse die Erde sehr tief umgegraben werden, damit die Rettiche eben auf diese Länge kommen können. "Doch dieses Mal haben ich meinen eigenen Augen nicht getraut, als ich die Rettiche aus der Erde gezogen habe", staunt er immer noch über die Riesen. Jeden zweiten Tag werde das Gemüse mit abgestandenem Regenwasser gegossen. Auch das trage zur reichlichen Ernte bei.
Die Sorte "Ostergruß" zeichne sich nicht nur durch einen tollen Geschmack aus, sondern sei auch im Gegensatz zu anderen Rettichen nicht holzig. Jeden Tag ernte er welche davon und reibe sie sich auf eine Butterstulle. "Ich nasche alles gern, was aus dem Garten kommt", erklärt er und freut sich so schon auf Tomaten, Himbeeren und Brombeeren. Sein Gartenjahr gehe schon im Februar los. Sowie das Wetter ein bisschen mitspielt. Schon zu dieser Zeit habe er sich um Erde und Frühbeet gekümmert. Die Rettiche sind mittlerweile aus dem Frühbeet wieder verschwunden, dafür gedeihen dort zur Zeit die Gurken.
Auch etwas Neues hat der Mehringer Hobbygärtner in diesem Jahr ausprobiert. "Ich habe Kürbisspflanzen auf meinen Kompost gesetzt. Auch das soll eine große Sorte sein. Da bin ich mal gespannt. Immerhin haben die Pflanzen schon ihr dritten Blatt bekommen", erzählt der Mehringer.
Überhaupt wachse in diesem Jahr alles etwas sehr zügig. Vor allem das Unkraut sei gut im Rennen. Das beobachte er genauso wie auch seinen Walnussbaum, der in diesem Jahr auch wieder reichlich Nüsse angesetzt hat. "Im vergangenen Jahr habe ich immerhin zwei Zentner geerntet. Ich hoffe, das klappt erneut", sagt Heinz Leineweber.