Salzlandkreis: Feldtage sind keine Hallentage

27.06.2012 19:33 Uhr | Aktualisiert 27.06.2012 19:47 Uhr
Drucken per Mail
DLG-Feldtage

So gut wie in Bernburg waren die DLG-Feldtage noch nie besucht. 22 467 Gäste wurden auf dem Ausstellungsgelände gezählt. (FOTO: ENGELBERT PÜLICHER)

Von Paul Spengler
Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft zieht eine positive Bilanz nach den ersten DLG-Feldtagen, die vom 19. bis 21. Juni in Bernburg stattfanden. Die Wege und Parkflächen wurden jedoch als verbesserungswürdig beurteilt.
Bernburg-Strenzfeld/MZ. 

"Es ist noch ein bisschen früh, eine Bewertung zu ziehen, die über das Jahr 2014 hinaus reicht", sagt Carl-Albrecht Bartmer in der Nachbetrachtung der DLG-Feldtage vom 19. bis 21. Juni in Bernburg. Der Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) ist jedoch insgesamt mit dem diesjährigen Treffen mehr als zufrieden. Vorher stand bereits fest, dass auch die nächsten DLG-Feldtage 2014 in Bernburg stattfinden werden.

Bestes Ergebnis aller Feldtage

Insgesamt 22 467 Fachbesucher wurden an den drei Tagen bei dem Treffen von Ausstellern und Besuchern in Strenzfeld gezählt. In einer abschließenden Bewertung der DLG wird zwar bemerkt, dass die Ausstellung durch den Starkregen ab dem Abend des ersten Veranstaltungstages getrübt wurde. Dennoch wird bei der Gesamtzahl vom "besten Ergebnis bei allen DLG-Feldtagen" gesprochen. Auch der Anteil der Besucher aus dem Ausland lag mit neun Prozent auf dem bislang höchsten Stand und zeigt die zunehmende Internationalisierung der Pflanzenbaumesse.

"Mit diesem Ergebnis haben die DLG-Feldtage ihre Stellung als das Spitzenereignis des Pflanzenbaus in Deutschland und im benachbarten Ausland eindrucksvoll bestätigt", heißt es in der Erklärung des Verbandes. Im Mittelpunkt des Fachangebotes hätten neue und bewährte Sorten sowie Saat- und Pflanzgut von allen wichtigen Kulturpflanzen gestanden, aber auch Fragen der Düngung und des Pflanzenschutzes.

Darüber hinaus hätten sich die Vergleiche von europäischen Winterweizen- und Rapsanbau-Verfahren als Publikumsmagnet erwiesen. Teilnehmer aus acht Ländern nahmen an diesem Wettbewerb teil.

Insgesamt zeigten 104 Unternehmen und Organisationen zahlreiche Neuerungen und Informationen zur Orientierung im Pflanzenbau auf einem 18 Hektar großen Versuchsfeld. Ergänzt wurde die Fläche durch 220 Aussteller auf der zwei Hektar großen Campusfläche und einer Fläche für Maschinenvorführungen von 26 Hektar. Aufgrund der Witterungsbedingungen konnten einige Maschinenvorführungen nicht durchgeführt werden. Dazu gehörten Vorführungen zur Aussaat von Raps, zur teilflächenspezifischen Düngung mit Mineraldüngerstreuern, zum Präzisionspflanzenschutz mit Feldspritzen und zum automatisierten Lenken von Traktoren. Die Vorführungen, die dennoch stattfinden konnten, wurden von den Besuchern sehr gut angenommen.

"Das Engagement der Region war in der Summe sehr gut", sagt der Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft im Blick auf die gerade zu Ende gegangenen Feldtage. Leider habe die Niederschlagsmenge den Wegen nicht gutgetan. "Allen Beteiligten ist aber auch klar, dass Feldtage unter freiem Himmel stattfinden und keine Hallentage sind", sagt Carl-Albrecht Bartmer.

Getrennte Fahr- und Laufwege

Falls die Feldtage aber auf Dauer in Bernburg stattfinden, könne man auch die Parkplatz-Situation verbessern. "Und auf den Innenwegen im Gelände könnte man die Fahrwege von den Laufwegen trennen", lautet eine Überlegung des DLG-Präsidenten.

In der vorläufigen Bilanz der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft heißt es, dass das niveauvolle Fachangebot bei den Landwirten und ihren Beratern auf großes Interesse gestoßen sei. Neben Sorten und Saatgut, Pflanzenschutz und Düngung hätten bestimmte landtechnische Verfahren, ertragssteigernder und umweltgerechter Anbau, aber auch der Anbau von Biomasse zur Energieproduktion einige Aufmerksamkeit gefunden.

Nach Mitteilung der Veranstalter hoben die Aussteller das hohe fachliche Niveau der Landwirte hervor. Drei Viertel von ihnen kamen von Betrieben mit mehr als 100 Hektar, darunter waren 3 700 Landwirte mit mehr als 500 Hektar. Bewährt hätten sich auch die gestrafften Forumsveranstaltungen zu aktuellen Themen. Die Resonanz von über 2 000 Zuhörern an den drei Veranstaltungstagen dokumentiere, dass die ausgewählten Themen dem Interesse der Fachleute entsprochen hätten.