Salzlandkreis: Ziel heißt Identitätsstiftung

14.05.2012 19:21 Uhr | Aktualisiert 14.05.2012 19:51 Uhr
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Von paul spengler
Der Bernburger Schul-, Kultur- und Sportausschuss empfahl in seiner Sitzung am 10. Mai dem Stadtrat, in den neu zu gründenden Verein "Anhaltische Landschaft e. V." beizutreten.
Biendorf/MZ. 

Der jährliche Mitgliedsbeitrag für Kommunen beläuft sich auf 300 Euro. Der Verein soll am bevorstehenden Sachsen-Anhalt-Tag am 6. Juli 2012 in Dessau-Roßlau gegründet werden.

Kulturdezernent Paul Koller stellte in der Sitzung die Ziele des Vereins vor. Demnach liefen Gespräche in der Lenkungsgruppe zum Jubiläum "Anhalt 800". Dort sind die Oberbürgermeister und Bürgermeister der ehemaligen Residenzstädte Anhalt-Zerbst, Köthen, Dessau-Roßlau und Bernburg vertreten, außerdem Vertreter der Landkreise sowie die Präsidenten der Hochschule Anhalt und der Landeskirche Anhalts.

"Man muss nicht befürchten, dass eine neue Verwaltung entsteht", erklärte Bernburgs Kulturdezernent. Die Geschäftsstelle solle ehrenamtlich bei der Landeskirche Anhalts angesiedelt werden. Joachim Liebig, der Präsident der Landeskirche, habe in der Lenkungsgruppe vorgeschlagen, die "Anhaltische Landschaft" zur gemeinsamen Identitätsstiftung zu gründen. Dem Ausschuss lag ein Satzungsentwurf vor. Danach soll der Verein zunächst durch die anhaltischen Städte, die Hochschule und die Landeskirche gegründet werden. "Wir machen erst einmal den Anfang mit den Städten", meinte Koller. Mögliche Mitglieder seien jedoch auch die Landkreise. Auf die Frage, ob auch Vereine beitreten können, antwortete der Kulturdezernent, dass die Beitragssatzung noch extra aufgeführt werden müsse. Dies gelte auch für einfache Mitglieder.

"Die Idee finde ich sehr gut, aber die Satzung gefällt mir nicht", erklärte Ausschussvorsitzender Eberhard Balzer (Linkspartei). Er begründete seine Bedenken damit, dass es in Bernburg einen Heimatverein gebe, der durch Mitgliedschaften in anderen Verbänden andere Abgaben zahlen müsse. Koller betonte hingegen, dass hier keine Konkurrenz entstehe. "Wir können froh sein, dass wir noch die Hochschule und die Landeskirche haben, die den Namen Anhalt tragen", erklärte Koller. Der Kulturdezernent widersprach auch der Meinung, dass hier Doppelstrukturen zu Tourismusverbänden geschaffen werden. "Tourismusverbände verfolgen ganz andere Absichten". Koller sah einen weiteren Vorteil in dem zu gründenden Verein beim Ankauf von Kulturgut. Dort sei das gemeinsame Votum größer als das Votum einer Stadt.