Hier soll die Brücke montiert werden. (FOTO: MAIK SCHUMANN)
Damit wird der beliebte Spazierweg Hinter dem Harz wieder nutzbar, der entlang der Stadtmauer das Husarenpförtchen mit der Friedrich-Schmidt-Straße verbindet.
Eigentlich wollte die Stadt mit den Arbeiten bereits lange fertig sein. Doch ein Gewölbekeller, der im Herbst entdeckt worden war, hatte die Pläne zunichtegemacht (die MZ berichtete). Die Standsicherheit eines Teils der Stadtmauer war akut gefährdet.
Deshalb habe der Keller erst aufwendig verfüllt und die Stadtmauer samt Fundamenten in dem Bereich zum Teil neu errichtet werden müssen.
Becker sagte: "Mit der Montage der Brücke geht ein langgehegter Wunsch vieler Sangerhäuser in Erfüllung." Könnten doch damit die vorhandenen Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung quasi wieder direkt erlebt werden.
Das Loch in der Stadtmauer war in den Jahren nach 1990 entstanden. Damals sollte auf dem dortigen Gelände ein Parkhaus entstehen. Dazu wurden alte Gebäude abgerissen und eine Durchfahrt geschaffen, die eigentlich nur für Baufahrzeuge gedacht war. Die Parkhauspläne zerschlugen sich später, die Lücke blieb. Jahrelang suchte die Stadt deshalb nach Wegen, das Problem zu lösen. Der Sanierungsausschuss des Stadtrates entschied sich dann für eine moderne rund 14 Meter lange Brückenkonstruktion aus Stahl, die die Parkplatzeinfahrt in 4,30 Metern Höhe überspannen und die Stadtmauer verbinden soll. Sie ist nach Angaben der Bauverwaltung auch die preisgünstigste Variante gewesen. Eine Nachbildung einer Bogenbrücke aus Stein oder eine Holzkonstruktion seien auch aus Kostengründen verworfen worden. Dennoch waren auch für die Stahlbogenbrücke erhebliche Investitionen nötig. Die Kosten liegen laut der Sprecherin bei insgesamt rund 273 000 Euro. Sie könnten aber aus dem Denkmalschutzförderprogramm beglichen werden.
Außer der Brücke wird es noch etwas Neues an der Marktsüdseite eben: Geplant ist, an der Brücke eine eiserne Wendeltreppe zu errichten. Wer vom Parkplatz kommt, soll so den Weg entlang der Stadtmauer schnell erreichen können.