Sommerferien: Schatzsuche und das Reiter-Abc

03.08.2012 18:49 Uhr | Aktualisiert 03.08.2012 19:19 Uhr
Auch die Pflege der Pferde gehört dazu. (FOTO: FRANK GEHRMANN) 
Von regine lotzmann
Eine kühlende Brise fährt durch die Blätter des alten Ahorns und lässt sie leise rascheln. Im Schatten der Bäume haben die Jungen und Mädchen des Froser Reitercamps Stühle und Bänke aufgebaut, an denen sie sich dick belegte Pizzen schmecken lassen. Abendbrot im Freien gehört - so es das Wetter hergibt - im Zeltlager nämlich dazu.
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frose/MZ. 

Das ist inzwischen das sechste seiner Art. "Und ohne mein Team wäre das gar nicht zu schaffen", weiß Reitlehrerin Inge Schicht, die das einwöchige Camp betreut. Und so hat sie fünf Erwachsene an ihrer Seite, die ständig auf der Froser Domäne sind, fünf weitere kommen, wann immer es ihre Arbeit zulässt. Sie bringen dem Froser Reiternachwuchs, der sonst nur eine halbe Stunde pro Woche hier trainiert, noch so manchen Trick und Kniff bei.

"Die Großen haben gerade Springtraining bei Jennifer Leidenroth gemacht (die im Springreiten schon so manchen Titel für den Froser Reit- und Fahrverein holte - A.d.R.), die Kleinen Abteilungsreiten auf den Isis", nennt Inge Schicht ein Beispiel dafür.

Denn die aus Latdorf stammenden Isländer Freyja, Disa, Svala und Lysa hat sie, wie in den Jahren zuvor, auch dieses Mal wieder von ihrer Schwester Christel Schreiber zur Verfügung gestellt bekommen. So sind genügend Pferde da, können die 20 Campkinder im Alter von sieben bis 17 Jahren je nach Wetter jeden Vormittag und jeden Nachmittag reiten. "Die Campteilnehmer sind dieses Mal alles richtige Reiter, es braucht also kein Kind mehr an der Longe geführt zu werden", freut sich die Organisatorin über den Ausbildungsstand der Kleinen und nennt die Aufgaben, die sie hier zu erledigen haben: "Angefangen beim Reiten ohne Sattel über das Führen, den Hindernisparcours bis hin zum Geschicklichkeitsreiten - in allen Gangarten bis zum Galopp."

Doch nicht nur die Arbeit gehört zum Lagerleben dazu, es gibt auch Ausflüge und Freizeitangebote. So gab es viele Gemeinschaftsspiele und das Baden im Pool, besuchten die Froser dieses Mal den "Circus Atlantik" in Hoym, wo sie Schlangen berühren, auf Zirkuspferden reiten und Kamele streicheln durften. Am Donnerstagabend gab es dann eine mathematische Schnitzeljagd durch das ganze Dorf, an deren Ende es eine prall gefüllte Schatztruhe zu entdecken gab. "Die war voller Sponsorengeschenke, wie Sparbüchsen oder kleinen Kuscheltieren", verrät Inge Schicht und freut sich auf den inzwischen schon traditionellen Abschlussabend, zu dem die ganzen Familien der Reitkinder zum Grillen eingeladen sind.