Sponsoring: Zellmer apelliert an Großbetriebe

23.05.2012 19:47 Uhr | Aktualisiert 23.05.2012 20:09 Uhr
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Von paul spengler
Es war nur ein formaler Akt, der im Haushalts und Finanzausschuss der Stadt Bernburg am Dienstag zu beschließen war. Dennoch kam es zu einer längeren Diskussion, als der Punkt Revitalisierung des Industrieparks Solvay zur Sprache kam.
Bernburg/MZ. 

Nach Abschluss dieses Vorhabens, das im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" durchgeführt wurde, hat die Stadt von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt Fördermittel in Höhe von 71 500 Euro erhalten. Dies ist jedoch nur ein Durchlaufposten, da Solvay die Maßnahme vorfinanziert hat. Alle Ausschussmitglieder sprachen sich dafür aus, dass der Stadtrat die Summe weiterreichen soll.

In diesem Zusammenhang wollte CDU-Stadtrat Hartmut Zellmer von der Verwaltung wissen: "Was hat die Stadt in den vergangenen Jahren als Mittel in die Revitalisierung von Industrieflächen gesteckt?" Der Hintergrund seiner Frage sei, die Bernburger Industriebetriebe einmal daran zu erinnern, welche öffentlichen Fördermittel sie über Jahre bekommen hätten. Dadurch könne man an sie auch klar appellieren, sich endlich einmal als Sponsoren zu betätigen. Dem seien die Großbetriebe bisher nicht nachgekommen, so Zellmer.

"Richtig ist, dass die Unternehmen über das Engagement der Stadt mehr bekommen haben, als sie sonst bekommen hätten", bestätigte Dezernent Holger Dittrich. Falsch sei jedoch die oft zu hörende Behauptung, dass diese Großbetriebe in Bernburg keine Steuern bezahlten. "Wir haben mit das beste Steueraufkommen", betonte Dittrich. Außerdem gebe es immer wieder Gespräche mit Solvay über Verwertungsmöglichkeiten weiterhin leerstehender Gebäude. "Ich will einfach nur eine Diskussion über dieses Thema", beharrte Zellmer. Nun soll Finanzdezernentin Silvia Ristow eine Aufstellung liefern, wie viel Geld in die Sanierung von Industriebrachen geflossen ist.