Das Schiffshebewerk Magdeburg-Rothensee wurde 2006 stillgelegt (ARCHIVFOTO: DPA)
Das seit Jahren geschlossene Schiffshebewerk Magdeburg-Rothensee soll noch in diesem Jahr wieder in Betrieb gehen. Es soll nun Touristen anlocken. Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, Lutz Trümper (SPD), und der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Magdeburg, Friedrich Koop, haben eine Vertrag zur Nutzung des Technikdenkmals unterzeichnet, wie die Stadt am Montag mitteilte. Das Hebewerk bleibt demnach Eigentum des Bundes, der Betrieb wird bis auf weiteres auf die Stadt übertragen. Das noch voll funktionsfähige Bauwerk war 2006 vom Bundesverkehrsministerium geschlossen worden, weil nebenan seit 2003 die Schleuse Rothensee arbeitet.
Ein genauer Termin für die Wiederinbetriebnahme steht laut Stadt noch nicht fest. Zunächst muss unter anderem ein defekter Antrieb des technischen Denkmals wieder funktionstüchtig gemacht werden. Danach ist ein Testbetrieb geplant. Funktioniert dieser reibungslos, soll das Hebewerk in diesem Jahr bis Oktober geöffnet sein. In den kommenden Jahren soll es vom Mai bis Oktober Touristen anlocken. Um den Betrieb zu ermöglichen, hat die Stadt drei Stellen ausgeschrieben.
Das 1938 erbaute Hebewerk verband den durchschnittlich 16 Meter höher gelegenen Mittellandkanal mit der Elbe und den Magdeburger Häfen. Bis zu seiner Stilllegung hatte es nahezu störungsfrei funktioniert.
Die Stadt Magdeburg hatte sich im Bündnis mit den Landkreisen, Gemeinden der Region und dem Land Sachsen-Anhalt für die Wiederinbetriebnahme stark gemacht. Eine Initiative hatte mit 56 000 Unterschriften gegen die Stilllegung protestiert.