Kilometer lange Staus sorgten am Freitagvormittag für Unmut auf der Wittenberger Umgehungsstraße B 187/B 2 im Bereich der Hafenbrücke. "Grund für die Verkehrseinschränkung sind Gewährleistungsarbeiten an der Fahrbahn, bei der die bauausführende Firma in einigen Bereichen die Fahrbahndecke erneuert und der Verkehr per Baustellenampel geregelt wird", war von Fachgruppenleiter Michael Andörsch vom Landesbetrieb Bau, Niederlassung Ost, zu erfahren.
"Bis spätestens 14 Uhr wollen wir mit den Fräßarbeiten fertig sein", so ein Mitarbeiter der Baufirma Eurovia am Freitag zur MZ. Allerdings gehen die Arbeiten am Samstag im Bereich der Kreuzung am Amtsgericht weiter. "Und am Montag wird dann in den abgefräßten Bereichen auf der Umgehungsstraße die neue Schwarzdecke aufgebracht, so dass auch dort wieder mit Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen sein wird", sagte der Mann von Eurovia. Polizeihauptkommissar Wolfgang Tschetschorke, der durch die MZ von dem Stau erfuhr, hatte zwar gleich Mitarbeiter rausgeschickt, die den Verkehrsfluss unterstützen sollten. Allerdings war er nicht der Einzige, der sich fragte, warum solche Teilsperrungen ausgerechnet zur Hauptverkehrszeit vorgenommen werden.
Laut Ronald Gauert, Pressesprecher des Landkreises, sind die Arbeiten ordnungsgemäß beantragt und auch genehmigt worden. "Und dabei war auch die Polizei involviert", so der Pressesprecher.