Tierpark: Maschinen waren nicht versichert

17.07.2012 08:43 Uhr | Aktualisiert 17.07.2012 08:54 Uhr
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Blaulicht

Das Blaulicht eines Polizeiwagens.  (Bild: DPA/SYMBOL)

Von Annette Gens
Nach dem Einbruch vergangenen Freitag im Dessauer Tierpark hat die städtische Einrichtung eine Reihe von Hilfsangeboten erhalten.
Dessau/MZ. 

"Doch leider mussten wir diese bislang alle ablehnen", bedauert Tierpark-Chefin Christine Kilz. Denn die Geräte, die gestohlen wurden und die so dringend im Park gebraucht werden, sind sehr belastbare Maschinen, "keine vom Baumarkt, die zur Pflege von einem Gärtchen ausreichen". "Bei uns würden sie den Dauerbetrieb von mehreren Stunden vermutlich nicht überstehen."

Bislang ist nicht geklärt, wie es weitergeht. Das bestätigte am Montag Dessau-Roßlaus Kulturamtsleiter Bernd Vorjans, der aufgrund der finanziellen Situation in der Stadtverwaltung zunächst auf zwei Dinge hofft: Dass erstens die Polizei den Diebstahl aufklären kann und die Geräte damit zurückgegeben werden können. Oder dass zweitens Dessau-Roßlauer Unternehmen oder Bürger dem Tierpark im Falle einer Neuanschaffung finanziell unter die Arme greifen. "Ansonsten müssen wir schauen, ob wir uns vorübergehend Maschinen ausleihen können", sagte Vorjans der Mitteldeutschen Zeitung. "Eine Neuanschaffung würde uns extrem schmerzen."

Auf einen Einbruch wie er sich am Freitagabend zwischen 20 Uhr und Mitternacht im Dessauer Tierpark ereignet hatte, war die Stadtverwaltung offensichtlich nicht vorbereitet. Die gestohlenen Kettensägen und Freischneider sind laut dem Leiter des städtischen Kulturamtes nicht gegen Diebstahl versichert. Seinen ersten Recherchen zufolge hätte der Versicherungsnehmer - in diesem Fall die Stadtverwaltung - zu viel zahlen müssen, so dass sich ein Versicherungsabschluss generell nicht gerechnet habe.

Die Suche nach den Täter dauert derweil an. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Diebe sich im Areal des Tierparks ganz gut ausgekannt haben und offenbar wussten, wo sich dort brauchbares Werkzeug befindet. Darüber hinaus haben die unbekannten Täter zwei Bollerwagen gestohlen, wie sie der Tierpark seinen Besuchern im Kassenbereich - mehr als 100 Meter entfernt vom eigentlichen Tatort - zur Verfügung stellt. Diese Bollerwagen sind relativ markant. Es handelt sich nicht um welche von der Stange, beschreibt Kilz stabile Räder, eine höhere Achslast und deren spezielle Beplankung.