Werbetour: Haseloff zieht positive Bilanz seiner US-Reise

20.05.2012 14:30 Uhr | Aktualisiert 20.05.2012 14:30 Uhr
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Reiner Haseloff und Tom Corbett

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU, r.) überreicht in Philadelphia (USA) dem Gouverneur von Pennsylvania, Tom Corbett, eine Nachbildung der Himmelsscheibe von Nebra als Gastgeschenk. (FOTO: DAPD)

Von Dörte Hein
Mit dem Reformationsjubiläum um Touristen werben und Wege für die Wirtschaft ebnen: Das wollte Ministerpräsident Haseloff bei einer einwöchigen USA-Reise. Er sieht seine Erwartungen mehr als erfüllt.
Magdeburg/dpa. 

Nach seiner USA-Reise hat Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) ein positives Fazit gezogen. „Unter dem Strich kann ich für die Gesamtreise sagen: Erwartungen mehr als erfüllt“, sagte Haseloff der Nachrichtenagentur dpa nach seiner Rückkehr am Sonntag. Bei der Werbung für Sachsen-Anhalt als Tourismusziel sei an der amerikanischen Westküste Neuland betreten worden. „Da war bislang überhaupt noch keiner, der für die Lutherdekade geworben hat. Demzufolge ist es bei den Bischöfen und zuständigen Kirchenverantwortlichen dort auf sehr, sehr fruchtbaren Boden gefallen.“ Haseloff besuchte Philadelphia und San Francisco.

Es seien schon Gespräche vereinbart worden, um konkrete Produkte zu entwickeln. „Man kann sagen, da ist wirklich Neuland betreten worden.“ Der Ministerpräsident rechnet in den kommenden Jahren mit deutlich mehr amerikanischen Touristen in Sachsen-Anhalt. Im Jahr 2017 wird der 500. Jahrestag der Reformation gefeiert. Bis dahin wird im Rahmen der Reformationsdekade für die Region geworben.

Auch im Bereich der Wirtschaft sieht Haseloff Potenziale: „In Kalifornien haben wir festgestellt, dass dort faktisch eine ähnliche, in vielen Teilen sogar gleiche Wirtschaftsstruktur vorhanden ist, was den Energiebereich anbelangt.“ Es sei ein ebenfalls auf erneuerbare Energien setzender Bundesstaat, der eine Energiewende durchmache wie Deutschland. Bei Investorentreffen habe er viele Firmen kennengelernt, die sowohl in Sachsen-Anhalt als auch in Kalifornien tätig sind. „Das war für uns auch ein Beleg dafür, dass wir da erstens neue Märkte finden und auch gute Kooperationen zwischen Universitäten und Forschungseinrichtungen möglich sind und gemeinsame Gründungen.“

Schon am Anfang der Reise war eine Investition der deutschen Tochter der US-amerikanischen Firma Puralube in Zeitz (Burgenlandkreis) bekanntgeworden. Sie will für rund 130 Millionen Euro eine dritte Raffinerie zur Altölaufarbeitung errichten.