Die Hitze mit Rekordtemperaturen hat vorerst ein Ende. Am ersten Arbeitstag der Woche stöhnten zwar viele noch einmal über landesweit verbreitete 35 Grad und auf dem Brocken wurde mit 29 Grad der höchste Wert für die Wetterstation gemessen. Am Nachmittag sanken die Temperaturen im Landesnorden aber schon auf etwa 25 Grad, wie Robert Scholz vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig sagte. Hitze und Trockenheit haben auf der Elbe inzwischen für so niedrige Wasserstände gesorgt, dass die Schifffahrt nur noch eingeschränkt funktioniert.
Nach Durchzug der Kaltfront sollen am Dienstag Werte zwischen 26 und 29 Grad erreicht werden, am Mittwoch wird es mit 23 bis 25 Grad noch kühler. Am Montag noch hatte der Deutsche Wetterdienst die Hitzewarnstufe 2 herausgegeben. Sie gilt ab einer gefühlten Temperatur von 38 Grad und warnt vor extremer Hitzebelastung. Die gesundheitliche Gefährdung gilt als "sehr hoch", während sie bei der Warnstufe 1 ab gefühlten 32 Grad nur als "hoch" eingestuft wird.
Die gefühlte Temperatur wird nach DWD-Angaben in einem komplizierten Rechenverfahren ermittelt, bei dem auch Luftfeuchtigkeit, Bewölkung und Wind eine Rolle spielen. Der DWD gibt die Hitzewarnungen in der Regel an Gesundheitsbehörden, Krankenhäuser, Altenheime und Pflegedienste heraus. Sie können auch als Newsletter abonniert werden.
Nichts mehr frei in Freibädern
Ein Besucheransturm herrscht derweil in den Freibädern. Der besucherstärkste Tag der letzten fünf Jahre war in den drei Magdeburger Freibädern und zwei Strandbädern der Sonntag mit mehr als 15 000 Besuchern. In Halle zählten die Stadtwerke in ihren drei Freibädern Nordbad, Freibad Saline und im Naturbad Angersdorfer Teiche am Wochenende 11 000 Besucher.