Wildtierbrücken: Mehr Sicherheit für Fuchs und Reh

01.05.2012 13:46 Uhr | Aktualisiert 01.05.2012 13:46 Uhr
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Wildtierbrücke

Die Wildtierbrücke über die Autobahn A11 nahe Greiffenberg (Uckermark). Sogenannte Grünbrücken sollen den Tieren sicher auf die andere Seite helfen. (FOTO: DPA)

Von Romina Kempt
Wenn sich Fuchs und Reh auf die Straße verirren, kann es zu schweren Unfällen kommen. Spezielle Brücken sollen den Tieren sicher auf die andere Seite helfen. In Sachsen-Anhalt gibt es drei solcher Bauwerke - der Jagdverband fordert noch mehr.
Langenweddingen/dpa. 

Der Landesjagdverband fordert mehr sogenannte Grünbrücken in Sachsen-Anhalt. Diese sollen an Autobahnen und Landstraßen den Tieren beim Überqueren der Straßen helfen. Nach Angaben des Verkehrsministeriums gibt es in Sachsen-Anhalt drei dieser Bauwerke. «Wir brauchen mehr Brücken», sagte der Geschäftsführer des Landesjagdverbands, Wilko Florstedt, der Nachrichtenagentur dpa. Die mit Gräsern und Moos bewachsenen Wege würden die Sicherheit von Autofahrern und Tieren erhöhen.

«Die Bundesregierung hat bereits Vorstöße zum Bau neuer Brücken gemacht, aber bislang keine umgesetzt», sagte Florstedt. Der Verband fordert das Land nun auf, die vom Bundeskabinett im Februar bereitgestellten Mittel in weitere Brücken zu investieren. «In den Gegenden mit diesen Wegen gehen die Zahlen der Wildunfälle deutlich zurück», sagte Florstedt.

Nach Angaben des Verkehrsministeriums gibt es bislang über der sechsspurigen Autobahn 2 bei Möser (Landkreis Jerichower Land) sowie an der Bundesstraße 6 bei Börnecke (Harz) und Hoym (Salzlandkreis) Wildtierbrücken. Vor allem im Süden Sachsen-Anhalts im Bereich der A9 und der A14 gebe es noch Bedarf, sagte der Präsident des Landesjagdverbands, Hans-Heinrich Jordan.

Die vorhandenen Hilfswege werden von den Tieren bereits überquert. Nicht nur Rehe, Dachse, Füchse, Marder und Mäuse nutzen nach Angaben des Verkehrsministeriums die Brücken, sondern auch fliegende Tiere. Bei einer Zählung der Bundesanstalt für Straßenwesen wurden bei Börnecke bislang 22 und bei Möser 17 Schmetterlingsarten notiert. Außerdem würden Fledermäuse über die Wege flattern, da sie ihnen als Orientierungspunkt dienten.