Wittenberg: Große Sprünge am Fuchsberg

21.05.2012 18:07 Uhr | Aktualisiert 21.05.2012 19:44 Uhr
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Rainer Mankiewicz vom Reitverein Radegast

Rainer Mankiewicz vom Reitverein Radegast auf «Moosonee». (FOTO: KUHN)

Von KARINA BLÜTHGEN
Zum Wittenberger Reitturnier am Fuchsberg sind 370 Reiter aus vier Bundesländern gekommen, um um die Schleifen zu kämpften. Der Veterinär Dietrich Schrank steht dem Veranstalter dabei zur Seite.
WITTENBERG/MZ. 

Gelassen, aber aufmerksam beobachtete Dietrich Schrank das Geschehen auf dem Reitplatz. Nicht als einfacher Zuschauer war er zum Wittenberger Reitturnier am Fuchsberg gekommen, bei dem 370 Reiter aus vier Bundesländern um die Schleifen kämpften. Schrank ist Tierarzt und hatte als solcher auf dem Platz ganz offizielle Aufgaben zu erledigen.

Anstrengendes Hobby

"Die Arbeit auf den Reitplätzen ist ein Hobby, aber ein anstrengendes. Mal auf die Plätze schauen, auf den Abreiteplatz und an die Fahrzeuge", erläuterte er seine Rundgänge. Der promovierte Veterinär, jetzt im Ruhestand, ist früher selbst geritten. Konzentriert beobachtete er das Treiben von Reiter und Pferden, neben Wittenberg betreut er auch Reitveranstaltungen an anderen Orten. "Turniere dürfen hier nur stattfinden, wenn Sanitäter und ein Tierarzt vor Ort sind."

Nach Wittenberg an die Tierklinik war er erstmals bei seinem Pflicht-Assistentenjahr gekommen, erzählte Schrank, der in Eggesin (Mecklenburg-Vorpommern) geboren wurde. In Wittenberg ist er dann geblieben. "Einschläfern musste ich beim Turnier zum Glück noch kein Pferd, aber genäht habe ich schon einige", sagte er. Auch an diesem Wochenende gab es Stürze - zumeist von Reitern - die aber glimpflich ausgingen.

Dafür ärgerte sich mancher Reiter über so manchen Abwurf von Stangen. "Ich wollte noch ein bisschen Zeit gut machen", erklärte Mirko Sprung vom Reitverein "Wiesengrund" Patzschwig. Das letzte Hindernis beim mittelschweren Springen am Samstagnachmittag wurde ihm zum Verhängnis, mit vier Fehlern schaffte er dank des "Endspurts" immerhin den achten Platz. Als souveräner Sieger ritt Horst Lösche (Reitverein Seyda) vom Platz am Fuchsberg.

Lob für gute Atmosphäre

Zufrieden war hingegen Nicole Pannicke aus Mildensee mit ihrem Wallach Lukas. "Ein tolles Pferdchen, es ist sein erstes Turnier", meinte sie nach einer ordentlichen Bewertung bei der Springpferdeprüfung am Sonnabend. Mit sechs Jahren sei er ein "Spätstarter", zeige aber Talent. Durch ihr Studium komme sie nur an Wochenenden dazu, auf dem Pferd zu sitzen. "In Wittenberg bin ich von Anfang an, hier ist eine tolle Atmosphäre", lobte sie die Arbeit der Organisatoren

22 Prüfungen standen an zwei Tagen auf dem Programm, und Veronika Andreas, Vorsitzende des gastgebenden Vereins, konnte am ersten Turniertag spätnachmittags zumindest gelegentlich kurz verschnaufen. "Es läuft", meinte sie zufrieden, und bei etwas weniger Nennungen als im Vorjahr (etwa 730) war sie froh, dass der Zeitplan nicht zu voll gepackt war.