Wörlitzer Gartenreich: Ab in den Frühling!

25.03.2012 12:53 Uhr | Aktualisiert 25.03.2012 20:33 Uhr
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Goethe-Gondel

Mit der Trophäe an Bord gewann die Goethe-Gondel das Rennen. (FOTO: BAUMBACH)

Das 18. "Wörlitzer Frühlingserwachen" fand am Sonnabend bei strahlendem Sonnenschein und T-Shirt-Wetter statt. Tausende Gäste säumten die Strassen der Stadt beim traditionellen Festumzug.
WÖRLITZ/MZ/CLL. 

Drei Gondeln, ein Ziel: Gewinnen. Das traditionelle Gondel-Rennen zum Wörlitzer Frühlingserwachen fand Sonntagnachmittag auf dem Wörlitzer See statt - und der im Programm noch zu findende Hinweis "Wenn der See eisfrei ist" ließ die Freude über das sonnige Wettkampfwetter nochmals steigen.

In den Gondeln "Georg Forster", "Johann Wolfgang Goethe" und "Georg Christoph Hesekiel" gingen jeweils drei Gondoliere an den Start und fast passend zum Startschuss kam ein leichter Wind auf: "Sowohl die Strömung als auch der Wind machen es für die Teams schwieriger, die Bahn zu halten", kommentierte Ralf Naumann als fachkundiger Moderator des Rennens. Durch ihre rund acht Meter Länge und ein Gewicht von rund einer Tonne sind die Gondeln alles andere als Leichtgewichte und die ersten Ruderbewegungen ließen auch den Zuschauer erahnen, wie schwer die Gefährte überhaupt in Bewegung zu bringen sind. Und während die Gondeln bei ihren Rundfahrten sonst gemütliche 45 Minuten auf dem See unterwegs sind, ging es am Sonntag immerhin vor allem um Schnelligkeit.

Zunächst sah es dann nach einer Führung für die "Georg Forster" aus und wenn diese auch immer wieder von der Bahn abdriftete, der Vorsprung schien klar. Zuviel Kraft mag das Gegenlenken gekostet haben, denn am Ende "war die Luft raus", wie das gondel-erprobte Team bedauert. Gleichzeitig aber schon eine Revanche im kommenden Jahr verspricht. Denn als alle drei Teams ihre Trophäen - eine Fischfigur in der Mitte des Sees - eingesammelt und den Endspurt angetreten hatten, ging die "Goethe" klar in Führung und kurz darauf als Sieger ans Ufer. Ihr Namenspatron mag dabei Glück gebracht haben, denn Johann Wolfgang Goethe soll in Wörlitz einst auf dem vereisten See eingebrochen sein, was er allerdings unbeschadet überstanden hat.

Den Wanderpokal nahmen Jens Broschinski, Frieder Simon und Christian Weise anschließend entgegen und gönnten sowohl sich selbst als auch den Verlierern die von prominenten Siegern inspirierte Champagnerdusche.