Zusammenarbeit: Neue Wege für Falkenstein

11.05.2012 17:57 Uhr | Aktualisiert 11.05.2012 19:26 Uhr
Drucken per Mail
Frank Harbrecht (l.) und Jürgen Heidenreich

Frank Harbrecht (l.) und Jürgen Heidenreich von den Stiftungsvorständen der Sparkassen bei der Vertragsunterzeichnung. (FOTO: KUNZE)

Von rita kunze
Mit einem "Abschiedsgeschenk" hat die Sparkassenstiftung Aschersleben-Staßfurt ihre Verantwortung zur Förderung gemeinnütziger Aktivitäten an die Sparkassenstiftung im Harz abgegeben.
Pansfelde/MZ. 

Mit einem "Abschiedsgeschenk" hat die Sparkassenstiftung Aschersleben-Staßfurt ihre Verantwortung zur Förderung gemeinnütziger Aktivitäten in der Stadt Falkenstein / Harz an die Sparkassenstiftung im Harz abgegeben.

Einen Scheck über 4 700 Euro gab es am Mittwoch für den Heimatverein Meisdorf, der damit einen Brennofen für seine Töpferwerkstatt finanzieren will. "Der Ofen ist schon da, jetzt wird er installiert", sagt Michael Kausch. Der Professor für Unternehmensführung und Organisation ist Vorstandsmitglied im Heimatverein, der die Töpferwerkstatt für Kinder und Erwachsene anbietet. Bisher habe man die getöpferten Objekte nur trocknen können, sagt er, nun kann im alten Milchkeller auf dem Vereinsgelände gebrannt werden.

Der Scheck ist der letzte, den die Sparkassenstiftung für Vorhaben in Falkenstein / Harz ausgestellt hat. Künftig wird diese Verantwortung von der Sparkassenstiftung der Kreissparkasse Halberstadt übernommen, ein entsprechender Kooperationsvertrag wurde am Mittwoch auf der Burg Falkenstein unterzeichnet. Die Stiftungsvorstände der Kreissparkassen betrachten dies als großen Erfolg. Ein Erfolg deshalb, so sagen der Halberstädter Stiftungsdirektor Frank Harbrecht und seine Kollegen, weil "Stiftungsrecht unumstößlich wie Beton ist" - und man daher froh sei, den Beton hier und da erfolgreich umschifft zu haben. Hintergrund ist eine Grundsatzfrage: Wie kann man etwas fördern, das nicht mehr zum Geschäftsgebiet gehört, in der Satzung aber noch im Fördergebiet verankert ist? Die Lösung: Kooperation. Dass die Zuständigkeit auf Halberstadt gefallen ist, hängt mit den Satzungsinhalten zusammen. Die Halberstädter Satzung habe die größte Deckung mit der in Aschersleben-Staßfurt gehabt.

Mit dieser Vereinbarung ist ein "fusionsbedingtes Problem" zwischen zwei Landkreisen gelöst worden, sagte Ulrich Gerstner (SPD), Landrat des Salzlandkreises. Dabei habe man "immer versucht, fair mit Falkenstein umzugehen".

Die Aschersleben-Staßfurter Sparkassenvertreter pflichteten Gerstner bei und erinnerten an das Engagement, durch das unter anderem die Fördervereine von Konradsburg und Landschaftspark Degenershausen, die Kirchengemeinden in Ermsleben und Endorf und der Heimatverein Meisdorf finanzielle Unterstützung von der Sparkassenstiftung erhalten hätten.