Dass bei Fotos in Zeitungen oder Zeitschriften schon einmal ordentlich geschummelt wird, ist wohl jedem Betrachter klar. Gerade bei den Models oder Stars in Hochglanzmagazinen wird selbstverständlich grafisch nachgeholfen, so dass diese stets schön weichgezeichnet, faltenfrei und gertenschlank aussehen. Bei anderen Bildern ist dies allerdings nicht immer so leicht zu beurteilen. Wenn die Photoshop-Arbeit gut gemacht ist, ist eine Manipulation für den Laien nicht zu erkennen.
Bildrauschen gibt Hinweis auf Manipulation
Forscher der US-Universität Albany haben sich dieses Problems nun angenommen. Das Team um Siwei Lyu untersuchte Bilder nach Mustern, die nicht zu den ursprünglichen Merkmalen des Bildes passten. Vor allem das Bildrauschen wurde analysiert, da Bildbearbeiter dieses häufig nutzen, um Veränderungen am Bild zu verschleiern. Mit den neu entwickelten Algorithmen der Forscher können auffällige Bildbereiche nun gefunden und entrauscht werden.
Natürlich hat das Programm auch Grenzen: Sind Bilder zu klein oder komprimiert oder sind Teile eines Bildes an eine andere Stelle kopiert, funktioniert das Entlarven nicht.
Die Forschergruppe hat Ihre Ergebnisse in „Exposing Image Splicing with Inconsistent Local Noise Variances“ veröffentlicht. Neben vielen Formeln werden darin auch zahlreiche Beispiele für entlarvte Fotocollagen gezeigt. (cpo)
Bei unseren Photoshop-Pannen sind die Fehler nicht nur am Bildrauschen zu erkennen. In unserer Bildergalerie zeigen wir, wie es aussieht, wenn Grafikern richtig grobe Schnitzer passiert sind.