Cloud Computing: So haben Sie immer alle Daten dabei

22.09.2010 13:18 Uhr
Drucken per Mail
Cloud Computing

Wer seine Daten in virtuellen Web-Speichern ablegt, arbeitet mit „Cloud Computing“. (FOTO: BASICGOV/FLICKR)

Die Anzahl der in deutschen Haushalten genutzten elektronischen Helfer ist in den letzten Jahren rasant gestiegen. Das größte Problem dabei: Wie schaffe ich es, alle Daten synchron zu halten? Dabei hilft das „Cloud Computing“.
HALLE/MZ/TV20. 

Zunächst sorgte der Laptop- und Netbook-Boom für Furore, inzwischen sind es vor allem Tablet-PCs, die in der Gunst der Verbraucher ganz weit oben stehen. Unterwegs ergänzen Smartphones die persönliche Gadget-Sammlung. Auch der klassische Desktop ist noch nicht verdrängt worden und kommt vor allem bei leistungshungrigen Anwendungen zum Zuge.

Synchronisationsaufwand

Der wachsende Gerätepark bringt jedoch Probleme mit sich. Beispiel: Ein auf dem Desktop begonnenes Word-Dokument möchte man möglicherweise am Laptop ergänzen. Für den Datentransport von Rechner A nach Rechner B kommen häufig USB-Sticks zum Einsatz. Andere schicken in solchen Fällen eine E-Mail an sich selbst und fügen das Dokument als Anhang hinzu. Auf diesem Wege ist das Datenchaos bald perfekt. Schnell entsteht ein Versionswirrwarr und an manche Dokumente kommt man nicht sofort heran, weil man beispielsweise vergessen hat die Daten von einem Gerät auf das andere zu kopieren.

Synchronisation über das Web

Web-Speicherdienste machen die lästige Datensynchronisation obsolet. Experten nennen dies Cloud Computing. Im Grunde handelt es sich dabei um ein Häppchen Speicherplatz auf einem Server, welcher quasi rund um die Uhr über das Internet erreichbar ist. Der Nutzer lädt seine Daten auf den Server anstatt sie auf einer lokalen Festplatte zu speichern. Alle Rechner des Nutzers, welche auf die Cloud (engl. Wolke) zugreifen, „sehen“ somit immer die aktuelle Dateiversion.

Sicher oder nicht sicher?

Der größte Nachteil des Cloud Computing, ist die oft ungeklärte Frage der Datensicherheit. Einige Dienste, wie zum Beispiel Dropbox, erklären auf ihrer Website, wie die Daten ihrer Nutzer vor fremden Blicken geschützt werden. Die Konkurrenz geht mit dem Thema oft lockerer um und verrät keine Details zur im Hintergrund arbeitenden Infrastruktur. Wer auf Nummer Sicher gehen will, verschlüsselt seine Daten bereits vor der Übertragung in die Cloud. Als kostenloses und gleichzeitig effektives Verschlüsselungs-Tool eignet sich hier beispielsweise das Programm TrueCrypt.

In der Bildergalerie stellen wir die bekanntesten Web-Speicherdienste vor.