Technik-Irrtümer: Wie oft Experten mit ihren Prognosen falsch lagen

14.11.2011 18:28 Uhr | Aktualisiert 22.05.2012 13:42 Uhr
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Bill Gates

Im Jahr 1981 war Bill Gates sich sicher: „Mehr als 640 Kilobyte Speicher werden Sie niemals benötigen.“ (FOTO: DPA)

Noch im Jahr 1943 hatte der IBM-Chef Thomas Watson erhebliche Zweifel an der Vermarktbarkeit von Computern, gerade einmal fünf Geräte ließen sich auf dem Weltmarkt absetzen. Was für ein Irrtum! Und nicht der einzige: Wir zeigen die 20 schönsten Fehlprognosen der Technik-Geschichte.
Halle (Saale)/MZ/JM. 

Kurz vor dem Ende des 19. Jahrhunderts war sich der Chef des amerikanischen Patentamtes sicher: „Alles, was erfunden werden kann, wurde bereits erfunden“. Was für eine kolossale Fehleinschätzung! Doch mit Aussagen dieser Art befindet sich Charles Duell in bester Gesellschaft. Der Mathematiker und Erfinder Lord Kelvin war zur gleichen Zeit überzeugt, dass „das Radio absolut keine Zukunft hat“.

Irren ist menschlich, denn die Zukunft ist nun einmal nicht vorhersehbar. Wer fünf Experten befragt, erhält auch meistens fünf verschiedene Antworten. Zukunftsforscher greifen deshalb zurück auf die Delphi-Methode: Dabei werden verschiedenen Expertenmeinungen verglichen, um daraus einen einigermaßen stabilen Konsens herzustellen. Eine Schätzmethode aus den frühen 1960er Jahren, deren Name auf das antike Orakel von Delphi zurückgeht, das seinen Zuhörern Ratschläge für die Zukunft erteilte.

Doch auch seit Erfindung dieser Methode, sind zuverlässige Aussagen über die Zukunft sehr schwer. Besonders amüsant geraten Fehlprognosen, wenn sie von vermeintlichen Superexperten wie Microsoft-Chef Bill Gates stammen. Der beschwor 1981 noch: „Mehr als 640 Kilobyte Speicher werden Sie niemals benötigen.“

Wir haben die zwanzig schönsten Irrtümer der Technik-Geschichte gesammelt – vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute. Lesen Sie weiter in der Bildergalerie.