Smartphones sind kleine Alleskönner. Wer braucht da noch Wecker, Spielkonsole, Videokamera oder MP3-Player? (FOTO: WIKIMEDIA, DPA)
Beim Start im Jahr 2007 galten die Flip-Kameras vom Netzwerk-Ausrüster Cisco noch als cooles Gadget, das den Markt umkrempeln könnte. Cisco hatte im Frühjahr 2009 rund 590 Millionen Dollar in Aktien für den Flip-Entwickler Pure Digital auf den Tisch gelegt.
Beim Zukauf des Flip-Geschäfts versprach sich das Unternehmen, dass die Verbraucher eine günstige Videokamera kaufen und auch die dazugehörige Plattform zum Hochladen der Videos nutzen würden. Doch die Rechnung ging nie ganz auf, obwohl Cisco zuletzt zwei neue Modelle mit HD-Auflösung ins Rennen schickte.
Zum einen breiteten sich Smartphones rasant aus, auf denen man die Videos direkt schneiden und ohne den Umweg über einen Computer ins Netz stellen kann. Zum anderen blieb YouTube eine viel beliebtere Online-Plattform als Ciscos FlipShare.
Und das ist nicht das einzige Gerät, das das Smartphone auf dem Gewissen hat: Wer braucht zum Beispiel heutzutage noch einen Wecker, wenn er das Handy in zwanzig verschiedenen Varianten klingeln lassen kann? Oder eine mobile Spielkonsole, wenn das iPhone kostenlosen Spielspaß bietet? Im Nullkommanix haben die digitalen Alleskönner Dinge aus unserem Alltag vertrieben, die uns doch schon so lange begleiten.