Langsamer ist besser. (FOTO: DPA)
Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung, hat der Komiker Heinz Erhardt gesagt. Ein großes Wort, das stets aufs Neue von der Wirklichkeit beglaubigt wird. Am vergangenen Wochenende war es wieder einmal soweit, ein 29-Jähriger hat den Beweis auf der Bundesautobahn 8 bei Neuhausen in Baden-Württemberg angetreten. Und zwar eindrucksvoll.
Der Autofahrer war nach Angaben der Polizei bei Regenwetter zu schnell unterwegs, man kennt die tollkühnen Kerle in ihren fliegenden Kisten ja zur Genüge. Unser Mann verlor die Gewalt über seinen Wagen, der Schlitten kam ins Schleudern, rutschte von der Piste und krachte gegen ein Warnschild, dessen Pfeiler dabei aus dem Boden gerissen wurden. "Langsam fahren bei Nässe" stand auf der Tafel, was der Ironie tatsächlich nicht entbehrt. Dem Bleifuß selber ist dabei zum Glück nichts Schlimmes passiert, er blieb unverletzt.
Das Gekicher der Beamten, die zum Unfallort geeilt waren, hat er indessen wohl über sich ergehen lassen müssen. Und das, obwohl er die lehrreiche Botschaft des Unfalls bestimmt schon entschlüsselt und verstanden hatte.
Wenn er klug ist, wird er sie auch nicht vergessen. Es regnet ja bestimmt bald wieder in unseren Breiten. Dass es nicht gut ist, wenn sich dabei zwischen Reifen und Fahrbahn ein Wasserfilm bildet, hat jedermann in der Fahrschule gelernt. Fuß vom Gas, heißt es da. Und wenn man noch so unsportlich wirkt. Wer hingegen abwinkt und glaubt, ihm könnte sowas sowieso nicht passieren, der hat womöglich noch eine selbstgemachte Erfahrung frei.