chronik: Stücke in Scheune ohne Noten geübt

16.07.2012 10:37 Uhr
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1922 gründete Rittergutsmüller Richard Gruppe einen ersten Spielmannszug. In seiner militärischen Zeit hatte der Müller Trommel und Querpfeife gelernt. Seine Schützlinge übten anfänglich den Rhythmus auf Holzklötzen, erlernten die Melodien durch Zuhören und Einprägen der Grifftechnik (Querflöten). Die Stücke wurden zunächst ohne Noten in einer Scheune einmal pro Woche eingeübt. Fritz Faulwasser, Paul Schreiter und Otto Reichinger knüpften unter der Schirmherrschaft der Feuerwehr nach dem Krieg an die Tradition an. Spielleiter war Herbert Weiser. Bis zu drei Spielmannszüge gab es kurzzeitig in Wohlmirstedt: für Erwachsene, die Jugend- und eine Kindergruppe. 2000 kam das vorläufige Ende mangels Auftritten. Im April 2009 war der Auftritt zu einem 85-jährigen Geburtstag Anstoß, die Truppe mit 17 Musikern und mit Lothar Weiße und Gisela Reiche an der Spitze neu zu...
Halle (Saale)/MZ. 

1922 gründete Rittergutsmüller Richard Gruppe einen ersten Spielmannszug. In seiner militärischen Zeit hatte der Müller Trommel und Querpfeife gelernt. Seine Schützlinge übten anfänglich den Rhythmus auf Holzklötzen, erlernten die Melodien durch Zuhören und Einprägen der Grifftechnik (Querflöten). Die Stücke wurden zunächst ohne Noten in einer Scheune einmal pro Woche eingeübt. Fritz Faulwasser, Paul Schreiter und Otto Reichinger knüpften unter der Schirmherrschaft der Feuerwehr nach dem Krieg an die Tradition an. Spielleiter war Herbert Weiser. Bis zu drei Spielmannszüge gab es kurzzeitig in Wohlmirstedt: für Erwachsene, die Jugend- und eine Kindergruppe. 2000 kam das vorläufige Ende mangels Auftritten. Im April 2009 war der Auftritt zu einem 85-jährigen Geburtstag Anstoß, die Truppe mit 17 Musikern und mit Lothar Weiße und Gisela Reiche an der Spitze neu zu formieren. Heute wirken rund 20 Erwachsene und zehn Kinder im Ensemble mit.

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