Der Meister, sein Werk und sein Weg

29.06.2012 17:41 Uhr | Aktualisiert 29.06.2012 18:41 Uhr
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Von Helga Heilig
Eine Einstimmung in den Weg und das Werk des Naumburger Meisters bietet seit gestern die neue Dauerausstellung im ersten Obergeschoss der Westklausur am Dom.
naumburg. 

In sieben Räumen, in denen sich einst die Klassenzimmer des Domgymnasiums, und danach die Verwaltung der Vereinigten Stifter befand, können die Besucher nun das Schaffen des namentlich unbekannten Bildhauers nachvollziehen. Nach der offiziellen Verabschiedung des Dechanten der Vereinigten Stifter, Georg Graf von Zech, wurde diese Exposition unter anderem im Beisein von Wirtschaftsministerin Birgitta Wolff (CDU) eröffnet.

Direktor und Stiftskustos Holger Kunde erinnerte daran, dass die Landesaustellung "Der Naumburger Meister" fast auf den Tag vor einem Jahr eröffnet wurde. "So etwas hat es in Naumburg noch nicht gegeben. Es wurde etwas auf den Weg gebracht, was eigentlich in Berlin, München oder Paris hätte gezeigt werden können." Kunde sprach vom "Naumburger Sommermärchen", in dem unter Beweis gestellt wurde, dass Naumburg und der Dom Teil der europäischen Geschichte sind. Nach der Schließung sei die Idee entstanden, die europäische Verzahnung in Person des Bildhauers in der Westklausur nachzuvollziehen.

Dies geschieht nun an Hand einer Fülle von Kopien und auch Originalen. Sie führen die Besucher von den möglichen ersten Wirkungsstätten über Mainz nach Naumburg bis nach Meißen. Möglich geworden sei dieses Vorhaben, weil man dafür Unterstützung von vielen Seiten erhalten habe, so Kunde. Er hob besonders Michael Imhof hervor, in dessen gleichnamigen Verlag der umfangreiche zweibände Katalog zur Landesausstellung erschienen war. Imhof hat für diese neue Exposition eine Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt: eine Replik des berühmten Bamberger Reiters.

Der Stiftskustos verwies darauf, dass Originale aus dem Mainzer Dom und die Kopie des Westlettners aus Mainz gezeigt werden. Großen Anteil am Gelingen der Präsentation hätten vor allem der Restaurator Friedhelm Wittchen und die Dombaumeisterin Regine Hartkopf gehabt. Diese Präsentation sei auch in Hinblick auf den Unesco-Weltkulturerbeantrag von Bedeutung, unterstrich Kunde.