Schon beigetragen? (FOTO: DPA)
Was haben immer alle gemeckert! Dabei taten die Mitarbeiter der Gebühreneinzugszentrale stets nur ihre Pflicht, wenn sie Meldeämter abklapperten oder mutmaßlichen Kofferradio-Besitzern Briefe schickten, in denen die ultimative Aufforderung, endlich Rundfunkgebühren zu zahlen, wie eine Einladung zu einer tollen Party formuliert war. Aus, Ende, vorüber. Die GEZ-Gebühr, die eigentlich Rundfunkgebühr heißt, ist ab nächstem Jahr Geschichte. Auch die GEZ-Fahnder, die schon immer "Rundfunkgebührenbeauftragte" hätten genannt werden müssen, verschwinden mit der Umstellung von der Rundfunkgebühr auf ein Beitragsmodell.
Für die GEZ eine Revolution. Denn während eine Gebühr für Leistungen gezahlt werden muss, die der Zahlungspflichtige in Anspruch nimmt, werden Beiträge allein für die Bereitstellung einer Leistung erhoben, unabhängig davon, ob irgendwer sie nutzt. Die Kritik, die GEZ kassiere auch bei Leuten ab, die ARD und ZDF gar nicht anschauen, greift also künftig zu kurz. Denn natürlich tut sie das! Schließlich heißt sie ja künftig auch nicht mehr Gebüh-reneinzugszentrale, sondern "ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice", kurz AZDB oder, der AZDB bevorzugt diese Variante, einfach "Beitragsservice". Das klingt, als helfe die GEZ demnächst persönlich beim Bezahlen, wenn es mal eng wird. Aber keine Angst, kassiert wird weiter, sogar nicht mehr nur bei denen, die nicht zuschauen, sondern auch bei denen, die keinen Fernseher habe. Also alles wie damals bei Raider und Twix - außer dem Namen ändert sich nix.