Bildtext zeile. (FOTO: MZ)
Gestern Nachmittag nun wurde dieses Lernort-Projekt völlig in Verantwortung der Vereinigten Domstifter übergeben. In Vorbereitung dieses Projekts und auch während der Umsetzungsphase wurden verschiedene Aktivangebote für Kinder unterschiedlicher Altersklassen entwickelt, die im Laufe der Zeit weiter konkretisiert worden sind. Darüber berichtete Annette Adelmeyer, die die museumspädagogischen Konzepte begleitet und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Unterstützern entwickelt hat.
Nun können Interessenten unter neun unterschiedlichen Angeboten wählen. Den Schülern, die aus ganz Sachsen-Anhalt nach Naumburg kommen, werden Baugeschichte, Bautechnik und Kulturgeschichte vermittelt, so Adelmeyer. Einzigartig sei das Projekt, in dem die Kinder mit Glas arbeiten. Verschiedene Problemlösungen und Tests waren erforderlich, um "Buntes leuchten", wie es genannt wird, für die Schüler optimal aufzubereiten. Inzwischen finden sich in verschiedenen Schulen des Landes von Schülern gebaute Maßwerkfenster. Über 80 Prozent der Schüler und nahezu 100 Prozent der sie begleitenden Lehrer empfehlen den Besuch der Kinderdombauhütte weiter, so Volker Richter, stellvertretender Direktor des Landesinstituts. "Dieser Lernort macht Geschichte erlebbar", stellte er fest. Schüler könnten sich aktiv mit dem historischen Handwerk auseinandersetzen. In der Kinderdombauhütte gebe es Angebote, die Schüler ansprechen, sie aktiv werden lassen, resümierte er. Lobende Worte fand der neue Dechant der Vereinigten Stifter, Walter Christian Steinbach: "Dieses Projekt ist unglaublich schön und spannend." Der Knackpunkt sei jedoch, dass es nun die Stiftung vollständig übernehmen muss. Er sei aber zuversichtlich, dass es gelingt, die Kinderdombauhütte erfolgreich weiterzuführen, aber Unterstützung des Lisa sei auch künftig nötig.