Lionel Messi: Rekordjagd mit Haken

03.05.2012 20:29 Uhr | Aktualisiert 03.05.2012 21:43 Uhr
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Lionel Messi

Lionel Messi (FOTO: REUTERS)

Von Lars Geipel
39 Jahre lang hat Gerd Müller einen europäischen Rekord gehalten, nun ist die Bestmarke von 67 Treffern weg, erobert von einem gerade einmal 169 Zentimeter kleinen Argentinier. Der ist allerdings nicht irgendwer, sondern der beste Fußballspieler der Welt - und das seit drei Jahren hintereinander: Lionel Messi.
Halle (Saale)/MZ. 

Eigentlich war es ja nur eine Frage der Zeit. Aber immerhin durfte sich Gerd Müller 39 Jahre lang an seinem europäischen Rekord erfreuen, die meisten Tore für seinen Club in einer Saison erzielt zu haben. Doch jetzt ist die Bestmarke von 67 Treffern weg, erobert von einem gerade einmal 169 Zentimeter kleinen Argentinier. Der ist allerdings nicht irgendwer, sondern der beste Fußballspieler der Welt - und das seit drei Jahren hintereinander: Lionel Messi.

Beim 4:1-Erfolg des FC Barcelona in der spanischen Meisterschaft gegen den FC Malaga erzielte der Ausnahmekicker aus Südamerika drei Tore. Damit traf er seit August vergangenen Jahres bis heute schon zum 66., 67. und eben zum 68. Mal für seinen Club in das gegnerische Gehäuse. Über 46 Tore durfte er sich allein in der Primera División freuen. Und es ist weiter Luft nach oben. Schließlich stehen zwei Spieltage der spanischen Meisterschaft noch aus.

Doch die Rekordjagd hat einen Haken. Wirklich gelohnt hat sich die Treffsicherheit Messis, der sich bereits mit 24 Jahren Olympiasieger nennen darf und mit dem FC Barcelona drei Mal die Champions League, fünf Mal die spanische Meisterschaft sowie den spanischen Supercup und einmal den spanischen Pokal gewann, zumindest in dieser Saison nicht.

In der spanischen Meisterschaft gibt's hinter Erzrivale Real Madrid nur Silber. Vor allem aber brachte das junge Fußballgenie den alles entscheidenden Ball nicht im Kasten unter. Im Halbfinalrückspiel der Champions League gegen den FC Chelsea setzte Messi kürzlich einen Elfmeter an die Latte - Barcelona schied am Ende aus. Gut zu wissen, dass auch ein Fußballgenie noch etwas Steigerungspotenzial hat.