Ärger haben sie mit der Telekom Deutschland GmbH. Das Memlebener Museum ist nämlich seit dem 23. April über Telefon-Festnetz überhaupt nicht mehr erreichbar.
Mit Klosterpforte kamen Probleme
Die Museumsleiterin und ihre Mitstreiterin Veronika Rudolph haben ihre Versuche zur Anschluss-Klärung exakt aufgeschlüsselt, die im Prinzip mit der Eröffnung der Klosterpforte am 15. März begonnen hatten. Einen Monat zuvor war der Antrag auf einen Telefonanschluss für das neue Empfangsgebäude eingereicht worden. Den hatte es dann auch fast pünktlich gegeben, aber mit vertauschten Nummern. Jene aus dem Büro, die in allen Anschriften des Museums publiziert ist, sollte dort eigentlich beim ständig erreichbaren Servicepersonal ankommen. Frau Rudolph bemühte sich um eine Korrektur, war dann nach vielen vergeblichen Anläufen bei der Telekom und dem endgültigen Zusammenbruch der Festnetz-Anschlüsse schließlich so frustriert, dass sie Götz Ulrich um Hilfe bat. Dieser hatte da schon an den Fähigkeiten seiner Mitarbeiterinnen gezweifelt, musste dann aber ab dem 25. April ebenfalls schnell feststellen, dass der Telekom auch als zuständiger Bürgermeister der Verbandsgemeinde An der Finne nicht beizukommen ist.
Zusicherungen und Widersprüche
Die Verständigungsprobleme haben dabei schon in der telefonischen Warteschleife des Kommunikationsunternehmens begonnen. "Ich bin da im Call-Center zwar stets freundlich begrüßt und nett behandelt worden, habe dann aber immer wieder einen unendlichen Weg ohne fassbares Ergebnis zurücklegen müssen - lediglich mit Zusicherungen, die dann nicht gehalten wurden", schilderte Ulrich. Er war unter anderem in den technischen Zentren Görlitz, Regensburg, Braunschweig und Kiel gelandet. Und es habe da sich auch widersprechende Aussagen gegeben. Der erste Monteur war laut Ulrich für Montag zwischen 7 und 11 Uhr angekündigt worden. Alle drei hätten da Urlaub gehabt, aber Frau Rudolph ging dennoch auf Arbeit, wartete jedoch vergeblich. Der nächste Vorstoß von Ulrich habe ergeben, dass für das Umklemmen der Anschlüsse gar kein Monteur nach Memleben kommen müsse. Dann war jedoch wieder einer für gestern zwischen 8 und 12 Uhr avisiert worden, der jedoch ebenfalls nicht kam.