Papagei «Nelson»: Karriere ohne Papa!

20.04.2012 20:41 Uhr | Aktualisiert 04.05.2012 08:30 Uhr
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Nelson

Nelson, der kleine Papagei - fast wie ein Admiral (FOTO: MEINICKE)

Von Detlef Färber
An zu viel Schönheit liegt es bestimmt nicht, dass «Nelson» allmählich zum Weltstar wird. Diese Woche schaffte es der erst kürzlich frisch geschlüpfte Vogel aus Halles Bergzoo, der hierzulande schon TV-berühmt ist, auch noch in Englands größte Zeitung «Sun».
Halle (Saale)/MZ. 

An zu viel Schönheit liegt es bestimmt nicht, dass "Nelson" allmählich zum Weltstar wird. Diese Woche schaffte es der erst kürzlich frisch geschlüpfte Vogel aus Halles Bergzoo, der hierzulande schon TV-berühmt ist, auch noch in Englands größte Zeitung "Sun". Und wo finden wir ihn morgen und übermorgen? In der "New York Times" oder gar auf einem außerirdischen Sender? Gut möglich, schließlich sieht der junge Hallenser - laut "Sun" - ja jetzt schon aus wie ein Alien.

Dabei war Nelson der Erfolg nicht an der Wiege gesungen: Denn seine Mama wollte ihn nicht - und auch der erste Ruf des kleinen Papageis nach seinem Papa verhallte ungehört. Die steile Medienkarriere des Quasi-Waisenkinds ist also nicht - wie sonst gelegentlich - auf Papas Mist gewachsen. Doch welchen Narren haben ausgerechnet die Briten an unserem Nelson gefressen? Liegt es etwa an seinem guten Namen, der an Englands großen Seekriegshelden und Marine-Admiral Lord Nelson erinnert? - Nicht nur. Denn der Papagei gilt bei Seefahrer-Völkern fast selbst schon als Kapitän. Man kennt das Bild: Der Papagei sitzt auf der Schulter des Schiffs-Chefs. Und was macht er da? Der Papagei nutzt seine Redegewandtheit und Wortgewalt und flüstert direkt ins Ohr der Macht. Das ist es, was seine Aura ausmacht.

So, kleiner Nelson aus Halle: Jetzt musst du nur noch schnell Englisch lernen.