Vergütung: Wann sich eine Solaranlage lohnt

11.05.2012 13:37 Uhr
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Ob sich eine Anlage zur Erzeugung von Solarstrom auf dem Dach lohnt, hängt vor allem von den örtlichen Bedingungen ab. Denn diese bestimmen, wie viel Strom am Standort produziert werden kann und wie viel Vergütung somit möglich ist.
Berlin/dpa. 

Der Standort: Die Sonneneinstrahlung auf die Anlage variiert von Standort zu Standort. Dabei gibt es nicht grundsätzlich ein Nord-Südgefälle. Bremen und Hamburg, aber auch Orte im südlicheren Rheinland-Pfalz erreichen im Jahr nur bis zu 950 Kilowattstunden pro Quadratmeter, ermittelte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) in Berlin. Hingegen können Anlagen in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns über 1050 erzielen, in Bayern sind stellenweise bis zu 1200 möglich. Die vom BSW ermittelten Werte für ganz Deutschland findet man unter http://dpaq.de/37FIe.

Das Dach: Das optimale Dach ist nach Süden ausgerichtet, wie Georg Kruhl von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen erläutert. Bis einer Abweichung von 45 Grad von der Südrichtung habe man nur geringe Einbußen. Zeigt hingegen die Fläche nach Osten oder Westen, müsse mit Leistungseinbußen von bis zu 20 Prozent gerechnet werden. Der Neigungswinkel des Daches betrage optimalerweise 30 bis 50 Grad. Auf Flachdächern kommen die Anlagen auf entsprechend ausgerichtete Ständer.

Die Umgebung: Satellitenschüsseln und Schornsteine schränken den Sonnenschein auf die Dachanlage stark ein. Auch Bäume und Baulücken auf Nachbargrundstücken sollte man laut Kruhl beachten: Werden diese geschlossen oder wachsen die Bäume heran, kann ihr Schatten die Leistung der Anlage mindern.

Die Rendite: Wie viel man erwarten kann für seine Anlage, berechnet der BSW-Vergütungsrechner unter http://dpaq.de/d5U4r. Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage zu bestimmten Finanzierungskonditionen gibt ein Rechner des Umweltinstituts München unter http://dpaq.de/LcbKx.