Nun soll er nämlich doch gebaut werden, der neue Kindergarten direkt an der Max-Klinger-Schule in Kleinjena (wir berichteten). Aber nicht nur das - die restlichen, noch anstehenden Maßnahmen zur "energetischen Ertüchtigung" der Schule werden auch über das Förderprogramm Stark III in Aussicht gestellt. Der Förderanteil beträgt 75 Prozent.
Landtagsabgeordnete Krimhild Niestädt (SPD) überbrachte gestern die frohe Botschaft direkt vor Ort. "Ich habe mich im Finanzministerium stark gemacht für dieses Projekt, weil ich davon überzeugt bin", so Niestädt. Nicht zuletzt habe sich der Staatssekretar des Finanzministeriums, Jörg Felgner, während seines Besuchs in den noch bestehenden zwei Kindereinrichtungen und in der Klingerschule davon überzeugen können, dass die Förderung nötig ist. Die SPD-Landtagsabgeordnete sieht erhebliche Vorteile in diesem außergewöhnlichen Projekt. In der Hauptsache den, dass künftig der Nachwuchs vom Kindergartenalter bis zum Ende der vierten Klasse diese gekoppelte Einrichtung besuchen können. Nicht von der Hand zu weisen sei der effektivere personelle Einsatz. Besonders wichtig sei, dass die Eltern in den Naumburger Ortsteilen hinter dieser Kindergarten-Schule-Kombination stehen.
Nur ein Jahr bleibt nun Zeit, um den Mittelbau der Schule energetisch zu ertüchtigen (alles andere ist bereits erledigt) sowie den Neubau für den Kindergarten zu errichten. Architekt Matthias Tränkner, der bereits den Vorentwurf dafür erstellt hat, ist zuversichtlich, dass das Vorhaben in diesem Zeitraum in die Realität umgesetzt werden kann. Von Vorteil sei, dass die Stadt bereits vor zwei Jahren einen Vorentwurf finanziert hat. Damit habe man ein vorzeigbares Projekt in der Hand gehabt, das überzeugte. Der stellvertretende Bürgermeister Gerd Förster verwies darauf, dass es mit der Zusammenlegung der Kindergärten in Roßbach und Großjena "erhebliche Einspareffekte" geben werde.
Vorgesehen sei, den Kita-Bau mit einer neuartigen Holzschnitzel-Heizung auszustatten. "Heizmaterial fällt im Stadtgebiet ausreichend und kostenlos an", erklärte Förster.