Investition auf Reilsberg
Zoo rüstet sich für Ansturm

Der Bus-Parkplatz ist der erste Teil umfangreicher Bauarbeiten, für die der Stadtrat Halle Ende des vergangenen Jahres den Weg frei gemacht hatte. In den nächsten Tagen und Wochen wird auch noch mit dem Bau des Krokodilhauses begonnen. Es kommt an die Stelle des früheren Elefantenhauses. Der Rohbau soll Ende des Jahres stehen.
Außerdem gehen Ponys, Alpakas und Esel auf Wanderschaft. Nach den Worten von Zoodirektor Andreas Jacob muss der so genannte Einhufer-Stall weg. Der ist ungefähr 60 Jahre alt und inzwischen in einem desolaten Zustand. In den künftigen Neubau ziehen besagte Ponys, Alpaks und Esel wieder ein. Zuwachs bekommen sie mit den Zebras. Die Zebras wiederum müssen aus ihrem jetzigen Domizil in der Nähe der alten Bärenanlage, weil dort die neue Elefantenanlage gebaut wird. Baustart dafür ist voraussichtlich im Oktober.
Zunächst aber geht es um die Stellplätze für Reisebusse. Drei entstehen, bisher gibt es im Grunde keinen. Für Jacob ein vordringliches Objekt, denn ohne Parkplätze braucht der Zoo mit Reiseunternehmen gar nicht erst in Verhandlungen zu treten. Auf Gruppenfahrten sei man angewiesen, sagt der Zoodirektor immer wieder. Gerade an den Wochentagen, wo sich die Besucher nicht gerade drängen. Im Moment zählt der Zoo pro Jahr rund 200 000 Gäste, die zum größten Teil aus Halle und der unmittelbaren Umgebung kommen. Um vernünftig wirtschaften zu können, sind mindestens 300 000 Besucher erforderlich. Wirtschaften auch in dem Sinn, dass der Zoo die jetzt für die Investitionen aufgenommenen Kredite zurückzahlen kann. Ohne Besucher aus dem weiteren Umland ist das Wachstum nicht zu schaffen. Deshalb, so Jacob, habe der Bus-Parkplatz den Vorrang vor anderen Maßnahmen bekommen.
Das Krokodilhaus resultiert aus dem Wunsch vieler Zoobesucher, "richtige Tiere" zu sehen. Solche "richtigen Tiere" sind nach Meinung der Leute zum Beispiel Elefanten, Giraffen und eben Krokodile. Die Baugenehmigung steht zwar noch aus, ist nach Meinung von Jacob aber nur noch Formsache. "Unsere Leute tragen schon den Sand raus", sagt er. Der komme gerade recht für andere Gehege. In den kommenden Tagen soll auf dem einstigen Elefanten-Terrain Baufreiheit hergestellt sein.
Alles in allem werden im Zoo in den nächsten drei Jahren rund 13,2 Millionen Euro investiert. Die Stadt beabsichtigt, sich mit einem Zuschuss von 1,2 Millionen Euro zu beteiligen. Zwölf Millionen Euro will der Zoo über Kredit finanzieren. Der Stadtrat hatte dem Finanzplan zugestimmt. Der Kreditausschuss der Sparkasse muss zwar das Darlehen noch bestätigen, aber auch das sieht Jacob jetzt nur als Formsache.
























































































































