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Zoo Halle

Ameisenbär ist noch scheu

VON Martina Springer, 12.04.04, 18:38h, aktualisiert 12.04.04, 22:00h
Die Ziege und das Schaf im Bergzoo Halle
So jung und schon bis über beide Ohren verliebt: Erst wenige Wochen alt sind die Ziege und das Schaf, die im Abstand von nur wenigen Tagen in Halles Zoo geboren wurden. Die Einrichtung auf dem Reilsberg erwartet in den nächsten Wochen weiteren tierischen Nachwuchs. (MZ-Foto: Günter Bauer)
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Halle/MZ. Pedro dreht den Kopf zur Seite, rollt sich förmlich ein, macht sich ganz klein. Nur nicht auffallen! Stella ist da ganz anders. Obwohl auch sie noch nicht lange auf dem Reilsberg zu Hause ist, hat sich die Dame schon gut eingelebt und strotzt vor Selbstbewusstsein. Bei Pedro hilft nur Geduld - er wird seine Schüchternheit in absehbarer Zeit schon noch ablegen.

Was hier beschrieben wird, ist ein Stück Alltag zweier Ameisenbären, die seit etwa zwei Monaten dem Bergzoo in Halle gehören und im Antilopenhaus untergebracht sind. Noch spielt sich das Leben der ursprünglich aus Guatemala stammenden Tiere vorwiegend hinter den Zoo-Kulissen ab, aber bei schönem, warmem Wetter und mit etwas Glück können Besucher die Ameisenbären schon mal stundenweise auf ihrer Freianlage beobachten und bestaunen.

Doch ein Besuch im Zoo lohnt sich auch dann, wenn sich die Ameisenbären unters schützende Dach verzogen haben. Schließlich gibt es etliche Jungtiere, zum Beispiel bei Ziegen und Schafen. Auch ein Lori (eine Papageienart) wurde vor kurzem auf dem Reilsberg geboren. Und nach den Worten von Zoodirektor Andreas Jacob wird in nächster Zeit weiterer tierischer Nachwuchs erwartet. Ebenfalls erst seit kurzer Zeit zu sehen sind unter anderem Wasseragamen, die in einer attraktiven Anlage im Raubtierhaus untergebracht sind.

Für die Mitarbeiter des Zoos sei die Vorbereitung auf die neue Saison in wesentlichen Teilen abgeschlossen, so Jacob. Das bedeutet: Käfige und Anlagen sind neu "dekoriert", haben frischen Fußbodenbelag und auch sonst eine aufgemöbelte Innengestaltung. Mitarbeiter und Zoobesucher müssen sich aber in den nächsten Wochen und Monaten auf Veränderungen einstellen.

Am Dienstag werden die ersten Bäume gefällt, die auf der Fläche stehen, die der neuen, wesentlich größeren Elefantenanlage vorbehalten ist. Sie soll nach ihrer Fertigstellung vier Elefantenkühen und einem Bullen Platz bieten. Weichen müssen für das neue Dickhäuter-Areal nicht nur große, oft Jahrzehnte alte Bäume, sondern auch die alte Bärenanlage und das Domizil der Zebras. Deren künftiges Zuhause wird ein Neubau sein, den sie sich dann mit Ponys, Alpakas und Eseln teilen. Auf der alten, nach dem "Wegzug" von Cynthia und Nova leer stehenden Elefantenanlage wird ein Krokodilhaus gebaut.

Nicht mehr ganz neu, aber immer wieder ein Anziehungspunkt ist das Raubtierhaus. Das übrigens wird von seinen Bewohnern so gut angenommen, dass jetzt Folien auf die Glasscheiben geklebt werden mussten, um das Zerkratzen zu verhindern.

Der Förderverein des Bergzoos lädt am kommenden Samstag, 17. April, um 15 Uhr zur Jahreshauptversammlung in das Verwaltungsgebäude des Zoos, Fasanenstraße 5a, ein.



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