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Kunstwerk

XXL-Bild ist Zoo-Wegweiser

VON Diana Dünschel, 14.04.04, 17:23h, aktualisiert 14.04.04, 17:30h
Juliane Noack
Juliane Noack an "ihrer" Mauer an der Ecke Reilstraße/Friedenstraße in Halle. In wochenlanger Arbeit entstand das riesige Bild mit Tieren, die im Zoo der Saalestadt heimisch sind. Das Werbeschild der anderen Art kommt vor allem bei den Anwohnern gut an, die vorher auf Graffiti-Schmierereien schauen mussten. (MZ-Foto: Wolfgang Scholtyseck)
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Fienstedt/Halle/MZ. Eine etliche Meter lange Mauer an der Ecke Reilstraße / Friedenstraße in Halle ist durch ein Kunstwerk zu einem echten Hingucker geworden. Die dort abgebildete Tierkarawane soll auf den wenige hundert Meter entfernten Zoo hinweisen. Gemalt hat das XXL-Bild die 19-jährige Juliane Noack aus Fienstedt.

Die Schülerin des Burg-Gymnasiums Wettin malte und zeichnete in ihrer Freizeit schon immer gern und wurde eines Tages von den Grundstückseigentümern gefragt, ob sie nicht die durch Graffities verschandelte Mauer wieder verschönern würde. Auch die Idee mit der Werbung für den Zoo stammt von den Eigentümern. Sie sprachen mit den Verantwortlichen und stießen auf offene Ohren. Die Einrichtung erklärte sich sogar bereit, die Materialkosten zu übernehmen.

"So bin ich dann in den Zoo gegangen, habe Zeichnungen gemacht und mir in Tierbüchern Anregungen geholt. Schließlich sollten nur die Tiere zu sehen sein, die wirklich hier leben", berichtet Juliane.

Im Spätsommer 2002 begann sie damit, ihre Skizzen auf die Mauer zu übertragen. Die Hauptarbeit erledigte die Schülerin, die gerade das Abitur macht, im vergangenen Jahr vor allem während der Ferien. Wochen brachte die Fienstedterin damit zu, Kamele und Tiger, Enten und Bären zu malen.

"Einiges gelang nicht so gut und musste ausgebessert werden. Aber eigentlich hatte ich damit keine Schwierigkeiten", meint sie und hat besonders gute Erinnerungen an nette Anwohner, die die gesamte Zeit über regen Anteil an ihrem Projekt nahmen. "Die Leute haben mir auch Mut gemacht, wenn ich mal dachte, ich werde nie mehr fertig", gibt die 19-Jährige zu, dass sie doch am Ende froh war, es geschafft zu haben.

Weil ihre Zeichnung nicht alltäglich ist, hat Juliane Noack Fotos davon gemacht und in ihre Bewerbungsmappe gelegt. Sie möchte nämlich ab Herbst an der Burg Giebichenstein das Fach Schmuck studieren. Täglich wartet sie derzeit auf Post aus der Saalestadt.

Das Mauer-Bild weckte bei der Hobby-Künstlerin jedenfalls Lust, auch andere große freie Flächen oder Fassadenteile zu bemalen. Wer der Schülerin eine solche Fläche zur Verfügung stellen will, kann sich unter der Telefonnummer 034609 / 22 420 bei ihr melden.



    
    






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