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An zwei Tagen sterben über 40 Menschen im Raum Gaza

erstellt 13.05.04, 07:40h, aktualisiert 16.05.04, 22:30h
Israelische Soldaten
Israelische Soldaten am Grenzzaun in Qalqilia. (Foto: dpa)
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Gaza/dpa. Israelis und Palästinenser haben sich im Gazastreifen die blutigsten Kämpfe seit Beginn des Palästinenseraufstands vor fast vier Jahren geliefert. Bei israelischen Angriffen in Rafah starben am Donnerstag erneut zwölf Palästinenser. Damit stieg die Zahl der Toten auf beiden Seiten binnen zwei Tagen auf 41. In der Stadt Rafah wurden nach Krankenhausangaben fünf militante Kämpfer und sieben Zivilisten getötet. Die Armee habe mehrfach Raketen aus Hubschraubern abgefeuert, berichteten Augenzeugen. Israelische Soldaten suchten unterdessen im Grenzgebiet zu Ägypten nach sterblichen Überresten von fünf Soldaten, deren Panzer am Mittwoch in die Luft gesprengt worden war.

Israelische Panzer bei Gaza
Israelische Panzer bei Gaza (Foto: dpa)
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Die zweite Zerstörung eines Transportpanzers binnen 36 Stunden verschärfte die Diskussion um einen israelischen Abzug aus dem Gazastreifen. Führende Politiker um Regierungschef Ariel Scharon hielten sich aber mit öffentlichen Äußerungen ungewöhnlich zurück. Die Armeeführung ordnete an, keinen Sprengstoff mehr in gepanzerte Truppentransporter zu laden. Diese Praxis hatte die Wucht der Explosionen enorm verstärkt.

Ariel Scharon
Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon hat sein Versprechen an die USA aufgekündigt, den Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat nicht gezielt zu töten. (Foto: dpa)
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In Rafah wurden Trümmer des Panzers laut Medienberichten im Umkreis von 500 Metern verstreut. Für die Suche nach sterblichen Überresten müsse an der Grenze eine Pufferzone zu den von Palästinensern bewohnten Gebieten geschaffen werden, sagte Generalstabschef Mosche Jaalon im israelischen Rundfunk. «Wir sind nun in Rafah und haben Kontrolle über die ersten Gebäude. Es wird gekämpft», sagte er.

Israelische Militärexperten erklärten unterdessen, die gesteigerte Schlagkraft der radikalen Palästinenserorganisationen im Gazastreifen sei Beleg für professionelle Hilfe der pro-iranischen Hisbollah-Miliz in Libanon. Die israelische Armeeführung wirft der Miliz seit längerer Zeit vor, die Palästinenserorganisationen im Gazastreifen mit Ausbildung und Geld zu unterstützen.

Die israelische Suche nach sterblichen Überresten von sechs Soldaten, die am Dienstag ums Leben gekommen waren, wurde inzwischen beendet. Leichenteile, die Palästinenser verschleppt hatten, seien übergeben und identifiziert worden, teilte die Armee mit. dpa sar/le/cn xx ne 131611 Mai 04


    
    






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